French Open in Paris: Kusnezowa beendet Vaidisovas Final-Traum
zuletzt aktualisiert: 08.06.2006 - 18:45Paris (rpo). Für Nicole Vaidisova aus Tschechien ist der Traum vom Final-Einzug bei den French Open beendet. In der Vorschlussrunde unterlag der 17 Jahre alte Teenager der Russin Swetlana Kusnezowa 7:5, 6:7 (5:7) und 2:6.
Im Finale bekommt es Kusnezowa am Samstag mit der zweimaligen Paris-Siegerin und Titelverteidigerin Justine Henin-Hardenne zu tun. Die Belgierin feierte einen 6:3, 6:2-Erfolg im belgischen Duell über Geburtstagskind Kim Clijsters und nimmt dadurch ihren nächsten Sieg nach 2003 und 2005 in Roland Garros ins Visier.
"Ich bin hier so oft knapp ausgeschieden. Es ist einfach toll, dass ich jetzt ins Finale geschafft habe. Ich war nicht sicher, ob ich das schaffen könnte", meinte Kusnezowa. Clijsters, die am Donnerstag ihren 23. Geburtstag feierte, verpasste unterdessen durch die Halbfinal-Niederlage auch den Sprung zurück an die Weltranglistenspitze vor Amelie Mauresmo aus Frankreich.
Vaidisova, die auf dem Weg in ihr erstes Grand-Slam-Halbfinale nacheinander Mauresmo und die dreimalige Wimbledonsiegerin Venus Williams (USA) ausgeschaltet hatte, darf sich mit 223.250 Euro Preisgeld trösten. Angefeuert von ihrem Bruder, Eltern und Großeltern verspielte die Tschechin auf dem Court Philippe Chatrier die Chance zum Sieg mit vielen Fehlern im zweiten Satz selbst.
Waske im Halbfinale ausgeschieden
Derweil unterlag Daviscupspieler Alexander Waske mit seinem rumänischen Partner Andrej Pawel dem topgesetzten US-Duo Bob und Mike Bryan im Doppel-Halbfinale mit 3:6, 6:7 (6:8). Die Zwillinge spielen nun im Finale gegen die Titelverteidiger Jonas Björkman/Max Mirnyi (Schweden/Weißrussland).
Waske stand zum zweiten Mal in seiner Karriere in einem Doppel-Halbfinale bei einem Grand-Slam-Turnier. Im vergangenen Jahr hatte er bei den Australian Open mit dem Österreicher Jürgen Melzer die Runde der letzten Vier erreicht.
Immerhin darf er sich mit 35.000 Euro Preisgeld trösten - und die ließ er sich gleich in bar auszahlen. "In der Umkleidekabine sind einige Sachen geklaut worden, mir die Geldbörse mit allen Sachen drin. Jetzt brauche ich das Bargeld, um überhaupt mein Hotel bezahlen zu können", berichtete Waske. Im vergangenen Jahr hatte er bei den Australian Open mit dem Österreicher Jürgen Melzer die Runde der letzten Vier erreicht.
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