German Masters: Langer in Pulheim auf Erfolgskurs
zuletzt aktualisiert: 09.09.2005 - 14:45Pulheim (rpo). Gastgeber Bernhard Langer hat schon in der Halbzeit des 19. German Masters in Pulheim seinen fünften Heimsieg voll im Visier. Der Anhausener hat am zweiten Tag auf dem Par-72-Kurs im Golf Club Gut Lärchenhof eine 69er-Runde gespielt und lag zu diesem Zeitpunkt mit insgesamt 136 Schlägen auf dem vierten Platz.
Dabei hatte rund die Hälfte des 132-köpfigen Teilnehmerfeldes bei der mit 3,0 Millionen Euro dotierten Veranstaltung noch nicht oder gerade erst begonnen. "Ich habe das Gefühl, hier gewinnen zu können", sagte der 48-Jährige, der bereits 1989, 1991, 1997 und 2001 bei seinem eigenen Turnier triumphiert hatte.
Nachdem er in den beiden vergangenen Jahren jeweils am Cut gescheitert war, trennte Bernhard Langer dieses Mal nur ein Schlag von der Spitze. Mit neun unter Par lagen der Südafrikaner Retief Goosen, Marc Cayeux aus Simbabwe und der Engländer David Lynn vorn. Einen von fünf Schlagverlusten am Freitag hatte sich Langer an seinem 17. Loch nach einem groben Patzer eingehandelt. Seinen Abschlag mit dem Eisen 3 traf er nicht voll, und der Ball landete im Bunker. Am Ende stand ein Bogey. Doch postwendend machte Langer an seinem Schlussloch mit einem Birdie nach einem tollen Schlag aufs Grün sein Malheur wieder wett.
"Ich bin schon sehr zufrieden, auch wenn es zwei oder drei Schläge besser hätte sein können", sagte der zweimalige Gewinner des US Masters. Aber so sei die Entwicklung. "Vor 15 Jahren hätte ich noch nicht so viele Bogeys gemacht. Daher freue ich mich über die vielen Birdies und den Eagle an der 3. Dies zeigt mir, dass es für mich noch viel Gutes auf dem Platz gibt", erklärte der Schwabe, der wie gewohnt von einer Menschentraube begleitet wurde.
Wieder konkurrenzfähig hat Bernhard Langer vor allem das Material gemacht. "Ich habe jetzt wieder eine Schlaglänge, mit der ich auf diesem Platz gewinnen kann. Das war in den vergangenen Jahren nicht mehr der Fall", sagte Langer, der seit 2005 mit einem neuen Driver und einem neuen Ball spielt. So gelang es Langer auch am Freitag, seine Mitspieler Thomas Björn (Dänemark) und Eduardo Romero (Argentinien), die beide zu den längsten Abschlägern der Zunft gehören, ein ums andere Mal auszudriven.
Einen glänzenden Eindruck hinterließ am Freitag auch der Hamburger Sven Strüver, der sich mit einer 68er-Runde und insgesamt 138 Schlägen in den vorderen Bereich des Leaderboards spielte. "Es ist ein tolles Gefühl, endlich mal wieder vorne mitzuspielen", sagte der gebürtige Bremer, der zu seiner bisherigen Saison meint: "Wie ich in diesem Jahr gespielt haben, dafür ist der Begriff schlecht noch gelinde ausgedrückt."
Sicher den Cut schaffte auch der Ratinger Marcel Siem, der in der Vorwoche beim US-Turnier in Boston mit dem Platzrekord von 62 Schlägen aufhorchen ließ. Der 25-Jährige spielte eine 70 und wies insgesamt 141 Schläge auf. Die große Schwachstelle waren erneut die Putts. "Gestern waren sie schlecht und sind nicht gefallen, heute waren sie gut und sind nicht gefallen. Dafür fallen sie morgen alle", sagte Siem.
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