Bestmarke über die 5000 Meter: Leichtathletik: Adere läuft neuen Weltrekord
zuletzt aktualisiert: 31.01.2004 - 19:29Stuttgart (rpo). Neuer Hallen-Weltrekord über die 5000-Meter-Strecke: In Stuttgart lief die Äthiopierin Berhane Adere eine neue Bestzeit. Die alte Bestmarke unterbot sie deutlich.
In hochkarätigen 14:39,28 Minuten hat Adere die Serie der Weltrekorde beim Stuttgarter Hallen-Leichtathletik-Meeting fortgesetzt. Die 30 Jahre alte 10.000-m-Weltmeisterin steigerte unter dem Jubel von 6000 Zuschauern die fünf Jahre alte Marke der Rumänin Gabriela Szabo um 8,07 Sekunden und erhielt 60.000 Dollar Prämie - fast ein Zehntel des Etats von 620.000 Euro.
"Die Hasen waren zu langsam, darum musste ich selbst die Initiative ergreifen", meinte Berhane, die vor zwei Jahren an gleicher Stelle in 8:29,15 Minuten bereits 3000-m-Weltrekord gelaufen war. "Diesen will ich am Mittwoch in Dortmund angreifen", meinte Adere, die sich bei Olympia im August in Athen ganz auf die 10.000 m konzentrieren will.
Ein zweiter äthiopischer Weltrekordversuch scheiterte. Denn Kenenisa Bekele war ohne Chance auf die angestrebte Bestmarke über 3000 m. In 7:30,77 Minuten verpasste der 10.000-m-Weltmeister in seinem ersten Hallenrennen die sechs Jahre alten 7:24,90 des Kenianers Daniel Komen um fast sechs Sekunden.
Jahres-Weltbestzeit für Mutua
Jahres-Weltbestzeit bedeuteten auch die 1:44,72 Minuten von Joseph Mutua (Kenia) über 800 m und die eingestellten 6,53 Sekunden des Briten Jason Gardener über 60 m. Nur knapp scheiterte die Leverkusenerin Daniela Rath nach dem Siegsprung über 1,96 m am Versuch, die von ihr und zwei Russinnen gehaltene Saisonbestmarke acht Tage nach ihrem 2-m-Hochsprung von Wuppertal zu egalisieren.
Keine Bäume rissen die deutschen Stabhochspringer aus. Beim Sieg seines Trainingspartners Rens Blom (Niederlande) über Italiens höhengleichen Weltmeister Giuseppe Gibilisco (beide 5,70) wurde der Kölner Hallen-Weltmeister Tim Lobinger nur Fünfter noch hinter dem Leverkusener Richard Spiegelburg, Dritter mit ebenfalls 5,69 m. Bei den Frauen landete die Erfurter WM-Zweite Annika Becker mit 4, 50 m auf Rang vier beim Sieg von Freiluft-Weltrekordlerin Jelena Isinbajewa (4,68) über ihre russischen Teamkameradinnen Tatjana Polnowa (4,60) und Weltmeisterin Swetlana Feofanowa (4,50).
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