Internationaler Sportgerichtshof soll endgültiges Urteil fällen: Leichtathletik: Montgomery für faires Doping-Urteil
zuletzt aktualisiert: 29.06.2004 - 10:11San Jose (rpo). Der amerikanische Sprinter und 100-m-Weltrekordler Tim Montgomery will nach seiner Dopinganklage durch die Anti-Doping-Agentur (Usada) der USA ein faires Verfahren. Nun soll der Internationale Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne ein endgültiges Urteil fällen, da der Sportler Urteile der Usada nicht akzeptieren will.
Mit der Entscheidung vor den CAS zu ziehen, will Montgomerys Anwalt Howard Jacobs eine ursprünglich angestrebte Verhandlung vor dem Schiedsgericht des US-Verbandes umgehen. Seinem Klienten droht dort eine Suspendierung durch die amerikanische Anti-Doping-Agentur, die Jacobs für befangen hält.
"Wir haben uns für diesen Schritt entschieden, weil wir glauben, dass die Usada-Beurteilungen mit der Heranziehung zweifelhafter Dokumente als Beweise, einem voreingenommenen Chefankläger und der Veröffentlichung vertraulicher Informationen so ungeheuerlich sind, dass Tim jedes Vertrauen in einen fairen Prozess verloren hat", sagte Jacobs den San Jose Mercury News.
Vergangene Woche war Montgomery offiziell von der Usada wegen eines Dopingvergehens angeklagt worden. Der 29-Jährige muss deshalb den Ausschluss von den Olympischen Spielen in Athen (13. bis 29. August) und schlimmstenfalls eine lebenslange Sperre fürchten. Montgomery und seine Lebensgefährtin, die dreimalige Olympiasiegerin Marion Jones, zählten zu den Kunden des im Zentrum kalifornischen Doping-Labors Balco, streiten aber die Einnahme unerlaubter Substanzen nach wie vor ab.
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