German Open in Berlin: Li, Petrowa und Henin-Hardenne im Halbfinale
zuletzt aktualisiert: 12.05.2006 - 20:48Berlin (rpo). Die Russin Nadja Petrowa und die Chinesin Na Li haben als erste Tennisdamen das Halbfinale der Qatar German Open in Berlin erreicht. Als dritte Spielerin erreichte Titelverteidigerin Justine Henin-Hardenne die Runde der letzten Vier. Das letzte Viertelfinalspiel zwischen Amelie Mauresmo und Martina Hingis musste wegen Dunkelheit abgebrochen werden.
In der Runde der letzten Vier trifft Henin-Hardenne am Samstag entweder auf die Weltranglistenerste Amelie Mauresmo aus Frankreich oder die Schweizerin Martina Hingis, deren Viertelfinale am Abend wegen Einbruch der Dunkelheit abgebrochen wurde. Hingis hatte den ersten Satz mit 6:4 gewonnen, Mauresmo den zweiten mit dem gleichen Ergebnis. Der dritte Satz wird nun am Samstag ab 12.00 Uhr ausgetragen. Im anderen Halbfinale der mit 1,34 Millionen Dollar dotierten Veranstaltung treffen Vorjahresfinalistin Nadja Petrowa aus Russland und die ungesetzte Chinesin Na Li aufeinander.
Die an Nummer zwei gesetzte Petrowa benötigte drei Sätze und 2: 18 Stunden im russischen Duell gegen Dinara Safina. Nach verlorenem ersten Durchgang und 0:3-Rückstand im zweiten Satz siegte die Nummer vier der Weltrangliste noch 3:6, 6:4, 6:3. "Es hat lange gedauert, bis ich zu meinem Spiel gefunden habe. Am Ende habe ich mich viel besser konzentriert", sagte Petrowa.
Gegen Na Li weist die Russin eine lupenreine Bilanz auf. Alle drei Begegnungen entschied sie für sich. Doch die Chinesin bewies in ihrem Viertelfinale am Freitag gegen Patty Schnyder aus der Schweiz Kampfkraft und gute Nerven. Im bis dahin spannendsten Match des Turniers zwang sie die Nummer vier der Setzliste mit 2:6, 7:6 (7:3), 7:6 (7:1) nach 2:11 Stunden überraschend in die Knie.
Li wehrte im zweiten Satz drei Matchbälle ab und lag auch im entscheidenden Durchgang bereits 2:5 zurück. Schnyder servierte im dritten Satz gleich dreimal zum Matchgewinn, ließ sich aber jedesmal den Aufschlag abnehmen.
"Ich habe nicht erwartet, dass ich hier so weit komme", sagte die 24-Jährige Li nach ihrem Triumph. Der Sieg bewahrte ihr die Chance, wie beim WTA-Turnier in Estoril in der vergangenen Woche erneut in ein Endspiel einzuziehen, sowie die Möglichkeit zum chinesischen Fedcup-Aufgebot zu gehören, das im Juli gegen Deutschland um den Klassenerhalt kämpft.
WTA-Turnier in Berlin, Qatar Telecom German Open (1,34 Millionen Dollar), Viertelfinale:
Amelie Mauresmo (Frankreich/Nr. 1)/Martina Hingis (Schweiz) beim Stand von 4:6, 6:4 abgebrochen (wird am Samstag um 12.00 Uhr fortgesetzt), Nadja Petrowa (Russland/Nr. 2) - Dinara Safina (Russland/Nr. 10) 3:6, 6:4, 6:3, Justine Henin-Hardenne (Belgien/Nr. 3) - Swetlana Kusnezowa (Russland/Nr. 6) 6:4 7:6 (7: 2), Na Li (China) - Patty Schnyder (Schweiz/Nr. 4) 2:6, 7:6 (7:3), 7:6 (7:1)
Halbfinale: Li - Petrowa, Henin-Hardenne - Mauresmo/Hingis
Doppel: Dinara Safina/Roberta Vinci (Russland/Italien) - Wera Duschewina/Galina Woskobojewa (beide Russland) 6:3, 7:5, Zi Yan/Jie Zheng (China/Nr. 3) - Eleni Daniilidou/Anabel Medina Garrigues (Griechenland/Spanien) 7:5, 6:4, Anna-Lena Grönefeld/Nadja Petrowa (Nordhorn/Russland/Nr. 4) - Iveta Benesova/Michaella Krajicek (Tschechien/Niederlande) 6:2, 6:1, Jelena Dementiewa/Flavia Pennetta (Russland/Italien/Nr. 5) - Daniela Hantuchova/Ai Sugiyama (Tschechien/Japan/Nr. 2) 0:6, 7:5, 6:3
Halbfinale: Safina/Vinci - Yan/Zheng, Grönefeld/Petrowa - Dementiewa/Pennetta
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