Gefängnisstrafe: Mario Jones muss ihrem Sohn beichten
zuletzt aktualisiert: 17.01.2008 - 14:18Chicago (RPO). Marion Jones hat das Urteil von White Plains hingenommen. Doch ein Problem plagt die wegen Dopings überführte US-Leichtathletin. Jones weiß nicht, wie sie die Strafe ihrem Sohn beibringen soll. "Ich habe meinem kleinen Sohn noch nicht erzählt, dass ich ins Gefängnis muss", sagte der gefallene Sprint-Star in der bekannten "The Oprah Winfrey Show" im amerikanischen Fernsehen.
Marion Jones, die wegen zweifacher Falschaussage vor Untersuchungsbehörden hinsichtlich ihrer Dopingvergangenheit und wegen Beihilfe zum Scheckbetrug zu sechs Monaten Haft verurteilt wurde, müsste bei dem momentan wahrscheinlichen Haftantritt am 11. März für ein halbes Jahr auf beide Kinder verzichten.
Der viereinhalbjährige Tim, geboren im Juni 2003, stammt vom ebenfalls dopinggeständigen 100-m-Ex-Weltrekordler Tim Montgomery. Die 32-Jährige hat zudem seit Juli 2007 einen Sohn mit ihrem zweiten Ehemann Obadele Thompson (Barbados), dem 100-m-Olympiadritten von Sydney 2000.
In der TV-Show meinte Marion Jones reumütig: "Ich habe Fehler gemacht und muss nun die harten Konsequenzen tragen." Sie habe sich in eine schwierige Position gebracht, mit der nun auch ihre Familie leben müsse. Mit Gottes Hilfe komme sie hoffentlich gestärkt daraus hervor.
Die dreifache Sydney-Olympiasiegerin, die ihre fünf aberkannten Medaillen der Sommerspiele 2000 längst zurückgegeben hat, sagte vor dem Millionen-Publikum, sie hoffe, andere würden aus ihren Fehlern lernen. Ihre aktuellen Gedanken seien: "Wie kann ich das Leben anderer Menschen verändern durch meine Geschichte? Und wie kann ich meine Story nutzen, um jungen Leuten zu helfen?"
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