Ärger um Probe-Kampf: Maske-Comeback vor dem Aus?
zuletzt aktualisiert: 20.02.2007 - 12:45Frankfurt/Oder (RPO). 43 Tage vor seinem Comeback-Kampf hat Henry Maske den Ernstfall geprobt und damit seinen Gegner Virgil Hill verärgert. Der Box-Gentleman kämpfte am Freitag unter Wettkampfbedingungen gegen den US-Amerikaner Berry Butler und verletzte damit angeblich die Vertragsbedingungen.
Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, kamen bei Maskes Abbruchsieg (7. Runde) die Punktrichter zum Zuge, die auch den Kampf gegen Hill bewerten sollen. In Daniel van de Wiele (Belgien) leitete zudem der für den 31. März geplante Ringrichter die Veranstaltung.
Hill aufgebracht: „Die Referees stören mich weniger. Viel mehr, dass wir einen Vertrag haben. Darin steht eindeutig, dass keiner von uns unter Wettkampfbedingungen kämpft!“. Der US-Amerikaner gegenüber dem Hamburger Blatt weiter: „Ich hab seit Januar 2006 nicht mehr geboxt, mehrere Kämpfe abgesagt, mit Ach und Krach meine Pflichtverteidigung wegbiegen können. Ich hatte großen Zoff mit dem Welt-Verband. Und Henry macht mal eben einen Kampf ohne Kopfschutz und mit Referees.“
Der amtierende WBA-Weltmeister im Cruisergewicht schließt eine Absage nicht aus: „Ich erfülle alle Bedingungen, komme sogar beim Gewicht entgegen. Und Henry? Wenn er die Bedingungen nicht einhält, können wir den ganzen Scheiß auch lassen.“ Hill will den Vorfall von seinen Anwälten prüfen lassen und fordert eine Entschuldigung von Maske.
Das es zur Absage kommt, glaubt in der Boxbranche indes niemand. In diesem Fall müsste Hill immerhin auf 1,2 Millionen Euro Gage verzichten. Möglich ist aber eine Konventionalstrafe gegen Maske wegen Vertragsbruchs.
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