Tennis: Mauresmo gewinnt erstmals Wimbledon
zuletzt aktualisiert: 08.07.2006 - 17:17London (rpo). Die Französin Amelie Mauresmo hat im Finale von Wimbledon den Siegeszug der Belgierin Justine Henin-Hardenne gestoppt und erstmals das wichtigste Rasenturnier der Welt für sich entschieden. Die Weltranglisten-Erste behielt im Finale des dritten Grand-Slam-Turniers des Jahres mit 2:6, 6:3, 6:4 die Oberhand und feierte damit den zweiten Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier in ihrer Karriere.
Ihren ersten Majortitel hatte die 27-Jährige im Januar bei den Australian Open ebenfalls gegen Henin-Hardenne gewonnen, als die Wallonin mit Magenkrämpfen im zweiten Satz aufgeben musste.
Mauresmo erhielt für den 23. und bedeutendsten Turniersieg ihrer Karriere neben der silbernen Venus-Rosewater-Dish aus der Hand des Herzogs von Kent einen Scheck über umgerechnet 903.000 Euro. Henin-Hardenne, die bereits 2001 im Wimbledon-Finale gescheitert war, musste sich mit etwa 451.400 Euro trösten. Sie hat durch die fünfte Niederlage im zehnten Match gegen Mauresmo die Chance verpasst, als zehnte Spielerin der Tennisgeschichte jedes der vier Majorturniere mindestens einmal zu gewinnen. In Paris (2003, 05, 06), New York (2003) und Melbourne (2004) war sie bereits erfolgreich.
Die Siegerin wirkte im ersten Satz noch verkrampft und fand gegen die fast fehlerlos spielende Henin-Hardenne nicht zu ihrer Form. Mit zunehmender Spieldauer aber konnte sich Mauresmo steigern, während ihre Gegnerin immer weiter abbaute.
Die alte Nervenschwäche, wegen der Mauresmo zuvor bereits dreimal in Wimbledonhalbfinals gescheitert war, hat sie offenbar seit ihrem Erfolg beim Mastersfinale im November in Los Angeles abgelegt. Nach 2:01 Stunden nutzte sie ihren ersten Matchball zum größten Triumph ihrer Laufbahn.
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