Guillermo Coria gewinnt in drei Sätzen: Monte Carlo: Schüttler im Finale ohne Chance
zuletzt aktualisiert: 25.04.2004 - 16:49Monte Carlo (rpo). Im Finale des ATP-Turniers in Monte Carlo war der deutsche Daviscupspieler Rainer Schüttler ohne Chance. Der Korbacher verlor glatt in drei Sätzen gegen den Argentinier Guillermo Coria.
"Sandmann" Guillermo Coria hat dem deutschen Daviscupspieler Rainer Schüttler damit das erhoffte Geschenk zum 28. Geburtstag verwehrt. Beim mit 2,425 Millionen Dollar dotierten ATP-Turnier in Monte Carlo wurde der an Nummer vier gesetzte Korbacher bei seinem ersten Auftritt im Finale eines Masters-Turniers mit 2:6, 1:6, 3:6 von dem einen Platz vor ihm eingestuften notierten Argentinier förmlich vom Platz gefegt.
Coria ließ seinem Gegner nie eine Chance und stand nach 1:56 Stunden als souveräner Sieger fest. "Guillermo ist einer der besten Sandplatzspieler der Welt. Er hat keine wirklichen Schwächen," sagte Schüttler nach seiner zweiten Niederlage im dritten Vergleich mit dem Südamerikaner. Den Weg ins Finale hatte sich der Hesse mit Siegen über die früheren Weltranglistenersten Gustavo Kuerten (Brasilien), Lleyton Hewitt (Australien) und Carlos Moya (Spanien) sowie den Briten Tim Henman und den Franzosen Jean-Rene Lisnard geebnet.
Coria, der auf Sand die letzte Niederlage im Halbfinale der French Open 2003 gegen den Niederländer Martin Verkerk erlitten hatte, war auf seinem Spezialbelag auch im 26. Spiel in Serie nicht zu bezwingen. Im ersten Satz vergab der Vorjahresfinalist nach zwei Breaks noch einen Satzball, ehe ihm das 6:2 gelang.
Gegen den schnellen Südamerikaner fand Schüttler kein Mittel und brachte im zweiten Satz keinen seiner Aufschläge durch. Erst beim Stand von 0:5 gelang ihm ein Break. Im Schlussdurchgang kam Schüttler etwas besser ins Spiel, konnte jedoch zwei Breakchancen nicht nutzen. Der fast perfekt spielende Coria gab sich danach überhaupt keine Blöße mehr und verwandelte den ersten von drei Matchbällen sicher.
70 Ranglisten-Punkte
Schüttler, der sein bislang einziges Endspiel auf Sand 2002 in München gegen den Marokkaner Younes El Aynaoui verloren hatte, durfte sich an der Cote d'Azur immerhin mit 198.000 Euro und 70 Ranglisten-Punkten trösten. Coria strich für seinen zweiten Sieg 396.000 Euro und 100 Zähler ein. Der 22-jährige Rechtshänder hatte in der zweiten Runde bereits Schüttlers Daviscupkollgenen Nicolas Kiefer (Hannover) aus dem Rennen geworfen und im Halbfinale den Russen Marat Safin 6:4, 1:6, 6:3 bezwungen.
Der mit sieben Erstrundenniederlagen äußerst schwach in die Saison gestartete Schüttler, hatte schon nicht mit dem Finaleinzug gerechnet. "Davon bin selbst überrascht. Ich habe aber sehr gut gespielt und absolute Weltklassespieler geschlagen", erklärte Schüttler am Samstag nach seinem 7:6 (7:5), 6:4-Erfolg im Halbfinale gegen Moya.
Gegen Moya feierte Schüttler im achten Match den fünften Sieg und erreichte damit erstmals in diesem Jahr ein Endspiel auf der ATP-Tour. Sein zuvor letztes Finale hatte der Finalist der Australian Open von 2003 im vergangenen Oktober bei seinem Turniererfolg in Tokio bestritten. Im laufenden Jahr hatte Schüttler vor Monte Carlo lediglich bei seinem Viertelfinal-Einzug in Rotterdam zwei Matches gewonnen.
Beim ATP-Turnier in München wartet auf die deutsche Nummer eins auch gleich wieder eine schwere Aufgabe. In der ersten Runde ist der Schwede Robin Söderling, an dem der Hesse zu Jahresbeginn bei den Australian Open in Runde eins gescheitert war, sein Auftaktgegner.
Guillermo Coria (Argentinien/Nr. 3) -
Rainer Schüttler (Korbach/Nr. 4) 6:2, 6:1, 6:3
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