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French Open: Nadal folgt Federer ins Traumfinale

zuletzt aktualisiert: 09.06.2006 - 18:33

Paris (rpo). Der Spanier Rafael Nadal hat bei den French Open sein Halbfinale gewonnen. Ivan Ljubicic verließ nach drei Sätzen als chancenloser Verlierer den Platz. Damit bekommt der Grand Slam in Paris durch die Paarung Roger Federer gegen Rafael Nadal sein erhofftes Traumfinale.

Roger Federer hat das Finale von Paris erreicht.  Foto: AFP, AFP
Roger Federer hat das Finale von Paris erreicht. Foto: AFP, AFP

Das Traumfinale bei den French Open ist perfekt. Der Weltranglistenerste Roger Federer (Schweiz) und der spanische Titelverteidiger Rafael Nadal gaben sich am Freitag auch in ihren Halbfinalspielen keine Blöße und treffen nun zum großen Showdown am Sonntag aufeinander.

Federer konnte sogar noch Kräfte sparen, weil sein Gegner David Nalbandian aus Argentinien beim Stand von 3:6, 6:4, 5:2 für Federer wegen Bauchmuskelproblemen aufgeben musste. Nadal bezwang den kroatischen Daviscupsieger Ivan Ljubicic 6:4, 6:2 7:6 (9:7) und feierte seinen 59. Sieg in Folge auf Sand.

"Das ist ein Traumfinale für alle, nicht nur für uns zwei. Jeder hat in den vergangenen zwei Wochen darüber geredet. Es wird sehr spannend", sagte Roger Federer und meinte: "Ich werde jedenfalls nicht verlieren, weil ich müde bin." Der 24-Jährige erreichte im achten Anlauf auf der roten Asche von Roland Garros erstmals das Finale und greift nach seinem letzten noch fehlenden Grand-Slam-Titel.

Damit würde er in der französischen Haupstadt ein weiteres Kapitel Tennisgeschichte schreiben. Sollte Federer auch das Finale am Sonntag für sich entscheiden, hätte er als sechster Spieler überhaupt bei jedem der vier großen Turniere triumphiert. Nach den Siegen in Wimbledon und New York 2005 sowie Melbourne 2006 könnte er als dritter Spieler der Geschichte sogar viermal in Folge bei einem Grand-Slam-Turnier gewinnen.

"Ich weiß natürlich, was das bedeuten würde. Und es ist toll, dass mir sogar die anderen Spieler in der Umkleidekabine alles Gute dafür wünschen", sagte Federer. Gegen Nalbandian erwischte er auf dem Court Philippe Chatrier einen schwachen Start. Die Zuschauer rieben sich verwundert die Augen, als der Eidgenosse einen leichten Fehler nach dem anderen produzierte und der starke Nalbandian den ersten Satz schon nach 29 Minuten für sich entschieden hatte. 0:3 lag Federer auch im zweiten Satz schon zurück, als ihn ein Zauberball zurück ins Spiel brachte.

In den Sätzen zwei und drei hatte er die hochklassige Partie weitgehend im Griff, ehe Nalbandian zu Beginn des dritten Satzes erstmals die Mediziner kommen ließ und schließlich kapitulieren musste. Federer glich damit seine Bilanz gegen Nalbandian zum 6:6 aus. "Ich hatte die Probleme schon im Viertelfinale. Vor dem Match gegen Roger war alles in Ordnung, aber Mitte des zweiten Satzes war es zu schlimm", sagte Nalbandian.

Nadal kam gegen Ljubicic nie ernsthaft in Schwierigkeiten und kann mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein ins Finale gehen. Insgesamt lautet seine Bilanz gegen Federer 5:1, auch 2005 im Halbfinale von Paris hatte er die Nase vorn. Nach dem Match im vergangenen Jahr gewann der Spanier noch drei weitere Duelle gegen Federer, zwei davon auf Sand, eines auf Hartplatz.

Quelle: sid

 
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