US Open in New York: Oldie Agassi unerreichbar
zuletzt aktualisiert: 31.08.2003 - 21:09New York (rpo). Zusammen mit Todd Martin lässt Tennis-Opa Andre Agassi den Nachwuchs ganz schön alt aussehen. Der topgesetzte Amerikaner ließ bei der "Hängepartie" gegen den Russen Jewgeni Kafelnikow nichts anbrennen.
Unter den Argusaugen seiner schwangeren Ehefrau Steffi Graf bleibt der topgesetzte Andre Agassi bei den US Open in der Erfolgsspur und darf weiter von seinem neunten Triumph bei einem Grand-Slam-Turnier träumen. Der mit 33 Jahren älteste im Hauptfeld verbliebene Profi zog durch einen 6:3, 7:6 (7:4), 6:4 gegen Jewgeni Kafelnikow (Russland) ins Achtelfinale von Flushing Meadows ein, nachdem sich die Partie wegen einer mehrstündigen Regenunterbrechung am Samstag über zwei Tage hingezogen hatte.
Hoch konzentriert
"Ich wusste, dass es schwer wird. Aber ich bin in diesen Tagen sehr konzentriert und arbeite konsequent auf mein Ziel hin", betonte Australian Open-Sieger Agassi und hat weiter seinen zweiten Grand-Slam-Streich in diesem Jahr im Fokus. Melbourne-Finalist Rainer Schüttler traf um den Einzug in die Runde der letzten 16 in der Nacht zum Montag auf Alberto Martin (Spanien).
Agassi schonte die Nerven seiner Gattin Steffi Graf nicht immer, baute aber seine diesjährige Bilanz auf 40:7 Siege aus. Im Achtelfinale spielt der im Champions Race an Nummer fünf geführte Agassi am Montag, dem "Tag der Arbeit" in den USA, gegen den Überraschungs-Achtelfinalisten Taylor Dent (USA). Der 22-Jährige, nur Nummer 57 in der Wertung, hatte am Samstag den gesetzten Fernando Gonzalez (Chile) ausgeschaltet.
Neben Agassi hält auch Todd Martin die Fahne der amerikanischen "Tennis-Opis" hoch. Ein paar Tage nach dem emotionalen Rücktritt seiner Weggefährten Pete Sampras und Michael Chang erreichte der 33-jährige Martin durch einen 6:7 (2:7), 7:6 (7: 4), 6:4, 6:4-Erfolg über seinen 13 Jahre jüngeren Landsmann Robby Ginepri das Achtelfinale, in dem er am Montag auf den French-Open-Champion Juan Carlos Ferrero (Spanien) trifft.
Ende nicht in Sicht
"Ich würde mich nicht wundern, wenn ich auch in der kommenden Saison noch am Start bin", wies der US-Open-Finalist von 1999 nach seinem 401. Sieg auf der ATP-Tour Rücktrittsspekulationen zurück. Auch der Spanier Carlos Moya (7:5, 6:4, 3:6, 6:3 gegen Nicolas Massu/Chile) und der Marokkaner Younes El Aynaoui (7:6, 5;7, 3:6, 6: 3, 7:6 gegen Jiri Novak/Tschechien) stehen im Achtelfinale.
Bei den Frauen erreichte die an drei gesetzte Lindsay Davenport (USA) als erste das Viertelfinale durch ein 6:0, 6:7 (6: 8), 6:2 gegen die Russin Nadia Petrowa. French-Open-Siegerin Justine Henin-Hardenne bleibt indes auch nach ihrem dritten Spiel ohne Satzverlust. Durch einen Pflichtsieg über die Japanerin Saori Obata (6:1, 6:2) folgte die Belgierin Lokalmatadorin Jennifer Capriati ins Achtelfinale. Die an Nummer sechs gesetzte Amerikanerin, die noch immer auf ihren ersten US-Open-Sieg wartet, hatte in ihrem Dreisatzmatch gegen Emilie Loit aus Frankreich (6:2, 2:6, 6:2) mehr Mühe als erwartet.
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