Verurteilt wegen Drogenhandels: Olympiasieger türmt aus Gerichtssaal
zuletzt aktualisiert: 03.11.2008 - 19:22Budapest (RPO). Früher konnte Peter Farkas gut ringen, heute ist er immer noch sehr schnell auf den Beinen. Wegen Drogenhandels ist der Ringer-Olympiasieger von 1992 in Budapest zu einer Gefängnisstrafe von fünf Jahren verurteilt worden, konnte aber noch während der Verhandlung aus dem Gerichtssaal fliehen.
Der 40 Jahre alte Ungar, vor 16 Jahren Champion in der Klasse bis 82 kg im griechisch-römischen Stil, war bereits 2004 von der Polizei verhaftet worden, nachdem diese eine Fabrik zur Herstellung von Cannabis entdeckt hatte. Dort wurden tausende von Haschisch-Pflanzen angebaut.
Die beiden Komplizen von Farkas, darunter sein Bruder Karoly, erhielten Haftstrafen von sechs bzw. sieben Jahren. Auch ihnen gelang die Flucht. Zunächst verschwand Karoly, der wegen angeblicher Übelkeit die Toilette aufsuchte. In der Verhandlungspause nutzte dann Peter Farkas die Unaufmerksamkeit der Beamten, um sich ebenfalls davonzustehlen.
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