27. Dakar-Rallye: Peterhansel hat Sieg fest im Visier
zuletzt aktualisiert: 13.01.2005 - 15:26Kayes (rpo). VW-Pilotin Jutta Kleinschmidt hat auch auf der 13. Etappe der 27. Dakar-Rallye ihren dritten Rang in der Gesamtwertung behauptet. Der Franzose Stephane Peterhansel steht unterdessen nach seinem vierten Etappensieg vor seinem zweiten Dakar-Triumph in Folge. Vor seinem Umstieg ins Auto im jahr 1999 hatte der Mitsubishi-Werksfahrer die berüchtigte Wüstenrallye schon sechsmal mit dem Motorrad gewonnen.
Peterhansel war am Donnerstag auf den 668 Kilometern mit 370 Wertungskilometern von Malis Hauptstadt Bamako nach Kayes an der Grenze zum Senegal 12:08 Minuten schneller als Jutta Kleinschmidt im VW Touareg, die wie am Vortag in der Tageswertungs Rang sechs belegte. Peterhansel nahm zudem seinem zweitplatzierten Landsmann und Teamkollegen Luc Alphand weitere 4:17 Minuten ab und hat vor den letzten drei Etappen jetzt 27:33 Minuten Vorsprung auf den früheren Ski-Weltcupsieger.
Die gebürtige Kölnerin Kleinschmidt liegt 1:30:55 Stunden zurück und hat die erhoffte Podiumsplatzierung beim zweiten Dakar-Einsatz des Touareg fest im Blick. Der viertplatzierte Südafrikaner Giniel de Villiers (Nissan), der nach seinem Tagessieg am Mittwoch am Donnerstag Dritter wurde, hat bereits 2:45 Stunden Rückstand auf Kleinschmidt. Der Franzose Bruno Saby liegt in einem weiteren VW auf Gesamtrang fünf.
Bei den Motorrädern war der Australier Andy Caldecott auf einer KTM der Schnellste mit 2:06 Minuten Vorsprung vor dem Franzosen David Fretigne (Yamaha). In der Gesamtwertung führt weiter der Franzose Cyril Despres vor dem Spanier Marc Coma (16:06 Minuten zurück/beide KTM), die in der Tageswertung die Ränge sieben und neun belegten.
Trotz des tödlichen Unfalls ihres italienischen Kollegen Fabrizio Meoni am Dienstag - dem zweiten Todesfall innerhalb von 24 Stunden - und der Empfehlung der KTM-Führung, aus der Rallye auszusteigen, haben die KTM-Werkspiloten wie Despres, Coma, der Südafrikaner Alfie Cox oder der Spanier Isidre Esteve Pujol am Donnerstag das Rennen wieder aufgenommen. Der Veranstalter hatte am Tag zuvor die Etappe nach Bamako für die Motorradfahrer abgesagt und die Teilnehmer per Flugzeug in die Hauptstadt Malis gebracht.
Wieder zwei Tote
Unterdessen reißt die Unglücksserie bei der 27. Dakar-Rallye nicht ab. Am Mittwoch kamen zwei belgische Motorradfahrer bei einem Verkehrsunfall in der Nähe der senegalesischen Hauptstadt Dakar ums Leben, die zuvor bei der Rallye den belgischen Motorradfahrer Rene Delaby unterstützt hatten. Senegalesische Behörden und der belgische Außenminister bestätigten am Donnerstag entsprechende Pressemeldungen aus Belgien.
Die beiden Fans waren in einen Unfall mit einem Lastwagen und einem Taxi verwickelt. Dabei wurden sieben weitere Personen, darunter sechs Belgier, verletzt, zwei davon schwer. Die Gruppe belgischer Motorradfahrer hatte ihren Landsmann Delaby während der Rallye begleitet, bis der am vorigen Samstag nach der neunten Etappe ausgestiegen war. Danach hatten sie sich offenbar direkt auf den Weg in den Zielort Dakar gemacht, ohne dem Rallye-Tross weiter zu folgen.
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