Paris-Dakar: Peterhansels Chance auf Gesamtsieg steigt
zuletzt aktualisiert: 09.01.2006 - 20:02Kiffa/Mauretanien (rpo). Die neunte Etappe der 28. Rallye Paris-Dakar hat der französische Titelverteidiger Stephane Peterhansel gewonnen. Damit steigt für "Peter" die Hoffnung auf den dritten Gesamtsieg in Folge. Überschattet wurde die neunte Etappe durch den tödlichen Unfall eines Motorradfahrers.
Der französische Mitsubishi-Pilot Peterhansel dominierte auf dem mit 599 Wertungskilometer längsten Teilstück von Nouakchott nach Kiffa in Mauretanien in einer Gesamtzeit von 7:55:48 Stunden und dem Vorsprung von 8:44 Minuten auf seinen Landsmann und Markenkollegen Luc Alphand. In der Gesamtwertung führt Peterhansel nun mit 9:16 Minuten vor dem früheren Ski-Weltcupgewinner Alphand. Die beiden Mitsubishi-Stars dürften das Rennen um die Dakar-Krone 2006 wohl unter sich ausmachen.
Dagegen musste das VW-Team um die "Wüstenkönigin" Jutta Kleinschmidt (Köln), die auf Position fünf praktisch keine Chance mehr auf ihren zweiten Dakar-Triumph nach 2001 hat, einen weiteren Dämpfer hinnehmen.
Auf Platz drei rettete Giniel de Villiers die Volkswagen-Ehre, allerdings hatte der Südafrikaner bereits einen Rückstand von 54:16 Minuten auf den Sieger. Für Peterhansel, der vor seinem Wechsel auf vier Räder sechsmal die Motorrad-Wertung für sich entschied, war es der insgesamt 51. Etappensieg bei der Dakar. Damit stellte er den Rekord des Finnen Ari Vatanen, der ebenfalls 51 Teilstücke gewann.
Auch in der Motorrad-Wertung setzte sich der Titelverteidiger klar durch. Der französische KTM-Pilot Cyril Despres gewann die Etappe in 7:55:48 Stunden und dem Vorsprung von 4:07 Minuten vor Spitzenreiter Marc Coma aus Spanien (KTM). In der Gesamtwertung führt Coma nun mit 22:47 Minuten vor Despres. Der bis dahin zweitplatzierte Spanier Isidre Esteve (KTM) gab nach zwei Stürzen verletzt auf.
Noch vor Halbzeit der Etappe forderte der berühmt-berüchtigte Wüsten-Marathon erneut ein Todesopfer gefordert. Der australische Motorradfahrer Andy Caldecott erlitt bei einem Sturz tödliche Verletzungen. "Er war nach unseren Erkenntnissen auf der Stelle tot", sagte Rennleiter Etienne Lavigne.
Der 41-jährige Caldecott ist in der Geschichte der 1978 erstmals ausgetragenen Wüstenrallye das 49. Todesopfer. Im vergangenen Jahr kamen die beiden Motorradfahrer Juan Manuel Perez (Spanien) und Fabrizio Meoni (Italien) sowie drei Zuschauer bei der Dakar ums Leben.
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