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German Open: Petrowa landet Finalsieg über Henin-Hardenne

zuletzt aktualisiert: 14.05.2006 - 17:20

Berlin (rpo). Erstmals in ihrer Karriere hat die Russin Nadja Petrowa die German Open in Berlin gewonnen. Im Finale in der deutschen Hauptstadt siegte die Weltranglistenvierte 4:6, 6:4, 7:5 gegen Justine Henin-Hardenne aus Belgien und nahm erfolgreich Revanche für die Finalpleite im Vorjahr an gleicher Stelle.

Nadja Petrowa hat sich im Finale der German Open gegen Justine Henin-Hardenne durchgesetzt.  Foto: ddp, ddp
Nadja Petrowa hat sich im Finale der German Open gegen Justine Henin-Hardenne durchgesetzt. Foto: ddp, ddp

"Ich habe um jeden Ball gekämpft und nie aufgegeben", sagte Petrowa, die sich in der neuen Weltrangliste am Montag um eine Position auf Platz drei verbessert. Der Triumph bedeutete für sie den vierten Turniererfolg auf der WTA-Tour in diesem Jahr und der fünfte ihrer Laufbahn insgesamt. In 2006 hatte die 23-Jährige bereits in Doha, Amelia Island und Charleston gewonnen. Im zehnten Duell mit der früheren Weltranglistenersten war es erst der zweite Sieg für Petrowa.

Die Russin hatte nach einem guten Start im ersten Satz früh ein Break kassiert. "Ich war unkonzentriert und habe zu viele leichte Fehler gemacht", sagte Petrowa. French-Open-Siegerin Henin-Hardenne holte sich vor allem dank ihres guten Returns schließlich nach 46 Minuten verdientermaßen den ersten Satz.

Schwere Beine stoppen Henin-Hardenne

An ihre großartige Vorstellung vom Samstag im Halbfinale gegen die Weltrangslistenerste Amelie Mauresmo, die sie in zwei Sätzen und nur 58 Minuten förmlich vom Platz gefegt hatte, kam Henin-Hardenne allerdings nicht heran. "Ich hatte etwas schwere Beine", gestand sie.

Petrowa steigerte sich ab dem zweiten Durchgang und profitierte von der größer werdenden Fehlerquote der Belgierin. Beim Stand von 5:4 gelang der Russin das entscheidende Break zum Satzgewinn. Der letzte Durchgang entwickelte sich zum Nervenspiel, in dem Petrowa trotz Problemen in der Rückenmuskulatur das bessere Ende für sich behielt. "Die viele Spielzeit hier in Berlin hat meinen Muskeln ganz schön zugesetzt", sagte Petrowa, die wie ihre Gegnerin zum Favoritenkreis bei den French Open ab Ende Mai gehört.

Unterdessen bleibt die Zukunft des einzigen Tier-1-Turniers der WTA-Tour in Deutschland weiter ungewiss. Die Qatar Telecom wird wohl kaum über das Jahr 2007 hinaus als Hauptsponsor zur Verfügung stehen. Ob sich die Berliner Wirtschaft nach zukünftig verstärkt im Tennis engagieren wird, ist noch nicht absehbar.

Immerhin nahm die Zuschauerzahl im Vergleich zu 2005 wieder zu. Insgesamt besuchten 49.000 Tennisfans die Anlage des LTTC Rot-Weiß, 3.000 mehr als im Vorjahr. Sportlich lief das Turnier aus deutscher Sicht indes enttäuschend. Topspielerin Anna-Lena Grönefeld (Nordhorn) unterlag bereits in ihrem Auftaktmatch. Auch ihre Fed-Cup-Kolleginnen Martina Müller (Hannover) und Julia Schruff (Augsburg) schieden in der zweiten Runde aus.

Quelle: sid

 
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