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Erneute Niederlage: Phelps geht in Kalifornien baden

zuletzt aktualisiert: 08.08.2010 - 13:33

Köln/Irvine (RPO). Als Michael Phelps erneut geschlagen das Becken verließ, hatte der US-Schwimmstar endgültig die Nase voll. "Ich möchte das hier nie wieder machen", sagte der 14-malige Olympiasieger nach seiner zweiten Niederlage gegen Ryan Lochte innerhalb von 24 Stunden. Zum Abschluss der US Trials hatte es für den 25-Jährigen über 200 m Rücken nur noch zu einem enttäuschenden vierten Platz gereicht.

Michael Phelps verlor binnen 24 Stunden zum zweiten Mal gegen Ryan Lochte.  Foto: FR139655 AP, AP
Michael Phelps verlor binnen 24 Stunden zum zweiten Mal gegen Ryan Lochte. Foto: FR139655 AP, AP

Zwar konnte Phelps wenig später schon wieder lachen, doch seine Motivationsprobleme wurden im kalifornischen Irvine einmal mehr deutlich. "Ich habe schon vorher geahnt, dass diese Woche nicht gerade spektakulär wird", sagte der Rekord-Olympionike, der zuletzt häufiger auf dem Golfplatz als im Wasser gesehen wurde. "Sagen wir es einmal so: Sein Training ist nicht so bodenständig", sagte selbst Trainer Bob Bowman.

Bei den US-Meisterschaften reichte es dann auch "nur" noch zu den drei Titeln über 200 m Freistil sowie 100 m und 200 m Schmetterling. Die Show gestohlen wurde Phelps von Ryan Lochte, der mit ebenfalls drei Goldmedaillen und zweimal Silber erfolgreichster Akteur der Titelkämpfe wurde. "Ich habe Michael schon öfter geschlagen, aber noch nie in einem großen Rennen", sagte Lochte, nachdem er schon über 200 m Lagen knapp vor seinem Rivalen angeschlagen hatte.

Die Krönung folgte aber zum Schluss: Über die 200 m Rücken gelang Lochte in der erstklassigen Zeit von 1:55,58 Minuten ein Start-Ziel-Sieg. "Als auf den letzten Metern die Konkurrenz immer näher kam, dachte ich nur: Super, jetzt wird es richtig eklig", sagte der Olympiasieger und versprach mit Blick auf die Pan-Pacific-Games (18. bis 22. August) an gleicher Stelle: "In zwei Wochen werde ich noch viel schneller sein." Superstar Phelps war da schon längst in der Umkleidekabine verschwunden.

10.000 Kilometer entfernt dürfte Paul Biedermann den Auftritt seines Rivalen mit besonderem Interesse verfolgt haben. Am Montag startet der Doppel-Weltmeister aus Halle in die EM in Budapest, im Blickpunkt stand dabei auch das Fernduell mit Phelps - zumal Biedermann gerade erst seine Weltjahresbestzeit über 200 m Freistil an den Amerikaner verloren hat. In 1:45,61 Minuten war er 23 Hundertstelsekunden unter Biedermanns Zeit von den deutschen Meisterschaften geblieben.

"Ich möchte einen schönen Gruß nach Amerika schicken", sagte Biedermann dann auch süffisant vor seinem ersten Start: Priorität in Ungarn hat für mich der Titel, aber nach dem Wettkampf über 200 m Freistil möchte ich auch wieder die Jahres-Weltbestzeit haben."

Quelle: SID/chk

 
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