Australian Open: Positivtest in Belgien sorgt für Wirbel
zuletzt aktualisiert: 17.01.2005 - 12:10Melbourne (rpo). Bei den Australian Open sorgt die Meldung über eine positive Dopingprobe im Damentennis für Wirbel: Bei einem Einladungsturnier im belgischen Charleroi im Dezember soll Swetlana Kusnezowa, Jelena Dementiewa (beide Russland) oder die Französin Nathalie Dechy positiv getestet worden sein.
Belgiens Sportminister Claude Eerdekens hatte die angebliche Positivprobe öffentlich gemacht, ohne allerdings den Namen der Athletin zu nennen. Bei dem Turnier nahmen nur Kusnezowa, Dementiewa, Dechy und die frühere Weltranglistenerste Justine Henin-Hardenne aus Belgien teil. Henin-Hardenne ist nach Eerdekens Angaben definitiv nicht die positiv getestete Spielerin.
Kusnezowa, die am Montag bei den Australian Open mit einem lockeren 6:1, 6:1 über Jessica Kirkland (USA) in die zweite Runde eingezogen war, reagierte völlig überrascht auf die Nachricht aus Belgien. "Ich habe nur gehört, dass irgendjemand irgendetwas in einer Zeitung geschrieben hat. Mich hat bisher aber noch niemand kontaktiert. Ich weiß also praktisch nichts darüber", sagte Kusnezowa und fügte hinzu: "Es ist einfach unfair, dass diese Dinge veröffentlicht werden. Es ist doch alles noch nicht sicher." Auch Dechy und Dementiewa erklärten, bisher nicht von offizieller Seite kontaktiert worden zu sein.
Eerdekens verkündete, der Tennis-Weltverband ITF sowie der nationalen Verband der betroffenen Spielerin seien informiert worden. Öffentlich solle der Namen erst genannt werden, wenn die komplette Testprozedur abgeschlossen ist.
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