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Tennis: Nächster Gegner ist am Freitag Ivan Ljubicic: Rainer Schüttler im Viertelfinale von Dubai

zuletzt aktualisiert: 27.02.2003 - 18:14

Dubai (rpo). Rainer Schüttler hat in Dubai seine Form gefunden. Der Australian-Open-Finalist besiegte am Donnerstag Max Mirnyi in drei Sätzen und steht damit im Viertelfinale.

Australian-Open-Finalist Rainer Schüttler hat in einem Tiebreak-Krimi gegen den Weißrussen Max Mirnyi das drohende Zweitrunden-Aus beim Tennis-Turnier in Dubai abgewendet. Der Bad Homburger setzte sich am Donnerstag nach einer 2:39 Stunden währenden Achterbahnfahrt der Emotionen mit 7:6 (8:6), 4:6, 7:6 (10:8) mühsam durch und trifft im Viertelfinale an diesem Freitag auf den ihm unbekannten Ungarn Attila Savolt oder Ivan Ljubicic. Den Kroaten hatte er zuletzt in Sydney bezwungen und damit sein bisher erfolgreichstes Jahr als Tennisprofi eingeläutet.

Maximilian Abel stand am Tag vor seinem 21. Geburtstag gegen den topgesetzten Roger Federer vor einer unlösbaren Aufgabe. Doch der Frankfurter hielt gegen den durch die Pleiten von Titelverteidiger Fabrice Santoro, 2002-Finalist Younes El Aynaoui und des an Nummer zwei gesetzten Marat Safin zum Top-Favoriten avancierten Schweizer gut mit. An der achtbaren 4:6, 5:7-Niederlage war nicht zu rütteln.

Mit seinem Latein am Ende war in Kopenhagen Schüttler-Freund Lars Burgsmüller. Der Titelverteidiger und Schützling aus dem Team von Trainer/Manager Dirk Hordorff, dem auch Schüttler und Abel angehören, unterlag in der Neuauflage des Vorjahres-Finals dem Belgier Olivier Rochus mit 1:6, 2:6. Mehr Erfolg hatte Martina Müller aus Hannover, die in Acapulco Asa Svensson aus Schweden mit 1:6, 6:2, 6:4 bezwang und in die zweite Runde einzog.

"Das war knapp", sagte Schüttler, "und ein hartes Stück Arbeit." Vor allem der Hammer-Aufschlag von Rotterdam-Sieger Mirnyi bereitete ihm Kopfzerbrechen. "Wenn sein erstes Service kommt, hat man kaum eine Chance. Dazu volliert er glänzend." Mit seinen mehr als 200 km/h schnellen Aufschlägen konnte der 1,95 m große Weißrusse allerdings nur bedingt zufrieden sein. Zehn Assen standen 15 Doppelfehler gegenüber - bei Schüttler waren es jeweils zwei.

Von Beginn an musste Schüttler zwar einem Rückstand hinterher laufen. Aber "nur im zweiten Satz war ich richtig schlecht. Da habe ich auch miserabel aufgeschlagen", ärgerte sich der Wahl-Schweizer. Richtiger Ärger sollte jedoch erst beim 6:5 im entscheidenden dritten Durchgang folgen. Da sah Schüttler einen Mirnyi-Return "ganz klar im Aus" und wähnte sich als Sieger. Schiedsrichter Fergus Murphy aus Irland überstimmte den Linienrichter aber und gab Mirnyi den Punkt.

"Das habe ich noch nie erlebt", schimpfte Schüttler. Später musste er sich aber sagen lassen, dass der Ball wohl doch auf der Linie war. "Okay", meinte er, "aber unüblich ist das schon, und es hat mir für einen Moment die Konzentration geraubt." Im Tiebreak fand er zu seinem Spiel zurück und kämpfte sich verdient ins Viertelfinale.


 
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