Überraschende Ankündigung: Rallye-WM: Citroen und Peugeot steigen aus
zuletzt aktualisiert: 04.11.2004 - 15:07Paris (rpo). Nach der Saison 2005 ist Schluss: Dann werden die französischen Automobilhersteller Citroen und Peugeot aus der Rallye-Weltmeisterschaft aussteigen. Diese überraschende Entscheidung gab der PSA-Konzern, Muttergesellschaft der beiden Marken, am Donnerstag in Paris bekannt.
Citroen holte in dieser Saison durch den Franzosen Sebastien Loeb die Fahrer- und zum zweiten Mal in Folge die Konstrukteurs-WM. Peugeot holte seit 2000 zwei Fahrertitel durch Marcus Grönholm (Finnland) und drei Markentitel. "Wegen der härter werdenden Bedingungen in der Autobranche werden wir 2005 neue Möglichkeiten im Motorsport suchen, mit Blick auf eine signifikante Reduzierung der Kosten", begründet der Konzern in einem Statement den Ausstieg. Denkbar wäre, dass eine der beiden Marken 2006 den Platz von Opel in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) einnehmen könnte. Peugeot liebäugelt allerdings auch mit einem Einstieg in die neue Tourenwagen-WM. "Sobald wir etwas wissen, werden wir bekannt geben, in welche Serien wir nach 2005 investieren werden", heißt es weiter.
Damit geht die Rallye-WM ab 2006 schweren Zeiten entgegen. Für die Ausschreibung einer Weltmeisterschaft setzt der Automobil-Weltverband FIA die Teilnahme von mindestens vier Herstellern voraus. Momentan liegen von Ford, die trotz finanzieller Probleme und dem Ausstieg aus der Formel 1 am vorigen Dienstag neben dem Einstieg in die Tourenwagen-WM ihre weitere Teilnahme an der Rallye-WM bestätigt und einen Vier-Jahres-Plan bekannt gegeben haben, Mitsubishi, Skoda und Subaru noch Absichtserklärungen von vier Werken vor.
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