Kurzbahn-WM in Indianapolis: Rupprath holt seine dritte Medaille
zuletzt aktualisiert: 12.10.2004 - 11:31Indianapolis (rpo). Thomas Rupprath hat bei den Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Indianapolis seine dritte Medaille erschwommen. Nach Gold über 50 und Bronze über 100 Meter Rücken schlug der 27-Jährige von den Wasserfreunden Hannover über 100 Meter Lagen als Zweiter an.
"Ich wollte noch einmal Gold, aber am Ende fehlte mir die Kraft", sagte Rupprath nach mäßigen 53,35 Sekunden hinter dem slowenischen Weltmeister Peter Mankoc, der in 52,66 den Weltrekord von Rupprath nur um acht Hundertstelsekunden verfehlte. "Insgesamt bin ich mit der WM zufrieden. Mir fehlte Gold in meiner Sammlung, und das habe ich geschafft." Über 100 Meter Lagen konnte Rupprath erstmals in Indianapolis seine Halbfinalzeit nicht steigern: "Das ist das einzige, was mich ärgert."
Die US-Schwimmer markierten am Schlusstag die Weltrekorde Nummer drei und vier der Veranstaltung. Im Finale über 200 Meter Rücken steigerte Aaron Peirsol seine eigene Bestmarke vom 27. März dieses Jahres um zwölf Hundertstelsekunden auf 1:50,52 Minuten und gehörte im letzten Rennen auch zur erfolgreichen 4x100-Meter-Lagen-Staffel. Das Olympiasieger-Quartett mit Peirsol, Brendan Hansen, Ian Crocker und Jason Lezak steigerte die alte Bestmarke um 29 Hundertstelsekunden auf 3:25,09 Minuten.
Jenny Thompson verabschiedete sich nach zwölf olympischen Medaillen und 16 Weltmeistertiteln mit Bronze über 100 Meter Schmetterling (58,13) und Rang 7 über 50 Meter Freistil (24,76) unter ohrenbetäubendem Jubel ihrer Fans nach 17 Jahren Leistungssport von der großen Bühne. "Es konnte keinen besseren Schlusspunkt für mich geben", sagte die 31-Jährige und machte sich schon am Dienstag auf den Weg zur Columbia Universität, um ihr Medizinstudium fortzusetzen.
Brustschwimmerin Amanda Beard war von der Bilanz der US-Mannschaft überwältigt: "Diese Veranstaltung war phänomenal für uns. Es hat alles gestimmt." 21 Gold-, 10 Silber- und 10 Bronzemedaillen wurden von keiner anderen Nation auch nur annähernd erreicht. 71.659 Zuschauer an fünf Finaltagen gab es bisher bei keiner Kurzbahn-Veranstaltung der Welt.
Und das blieben nicht die einzigen Rekorde. Die Australierin Brooke Hanson gewann die 200 Meter Brust in 2:21,68 Minuten und damit ihren sechsten Titel in Indianapolis. Hanson steht nun in einer Reihe mit Mark Spitz, Michael Phelps, Ian Thorpe und Kristin Otto, den bislang einzigen Schwimmern, die bei Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen sechsmal Gold holten.
Beim Hanson-Sieg belegte Simone Weiler aus Heidelberg gemeinsam mit der Amerikanerin Kristy Kowal in 2:25,48 Minuten den fünften Rang. Über 50 Meter Brust rehabilitierte sich Mark Warnecke für sein frühes Aus über die doppelte Distanz und belegte in 27,40 Sekunden ebenfalls Rang fünf des Endlaufs. Brendan Hansen (USA) gewann überlegen nach 26,86 Sekunden und damit alle Brust-Distanzen in Indianapolis.
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