Rallye Dakar: Sainz erobert Gesamtführung zurück
zuletzt aktualisiert: 03.01.2006 - 16:46Quarzazate (rpo). Die Rallye Dakar steht in den ersten Tagen ganz im Zeichen von Volkswagen. Carlos Sainz hat auf der vierten Etappe über 386 Kilometer nach Quarzazate/Marokko seinen dritten Tagessieg gelandet und die Führung im Gesamtklassement zurückerobert. Auf dem dritten Teilstück hatte der Spanier die Spitzenposition an seinen Landsmann Nani Roma verloren.
"Wüstenkönigin" Jutta Kleinschmidt (Köln) schob sich nach Platz sechs in der Tageswertung hinter Bruno Saby (Frankreich) auf die dritte Position der Gesamtwertung und machte die Dreifach-Führung von Volkswagen perfekt.
"Der Tag ist für mich optimal gelaufen, ich bin wirklich sehr glücklich", sagte Jutta Kleinschmidt, die auch eine Panne locker wegsteckte. Kurz vor dem ersten Kontrollpunkt beklagte sie einen Reifenschaden hinten rechts, "und das hat sicher einige Minuten gekostet". Die anschließende Fahrt durch die ersten Dünen verlief dagegen problemlos", meinte Kleinschmidt: "Wir haben uns nicht verfahren."
Sainz sicherte sich im VW Race-Touareg den Tagessieg mit seinem Münchner Beifahrer Andreas Schulz in 3:52:48 Stunden vor dem Franzosen Thierry Magnaldi in einem Schlesser-Ford (2:00 Minuten zurück) und dem ehemaligen Ski-Weltcupgewinner Luc Alphand aus Frankreich (Mitsubishi/3:10 Minuten zurück). Bruno Saby hatte als Fünfter einen Rückstand von 4:53, weitere 15 Sekunden dahinter kam Jutta Kleinschmidt auf Rang sechs ins Ziel.
In der Gesamtwertung führt Dakar-Debütant Sainz jetzt in einer Gesamtzeit von 9:21:18 Stunden. Der 43-jährige Spanier, der in der klassischen Rallye-WM zweimal Champion (1990 und 1992) war und die Bestenliste mit 26 Siegen anführt, hat bereits einen Vorsprung von 4:51 Minuten auf Saby. Nur 18 Sekunden dahinter liegt Kleinschmidt, die den berühmt-berüchtigten Wüsten-Marathon 2001 als erste Frau und bislang einzige Deutsche gewann, auf Platz drei in Lauerstellung.
Schärfster Verfolger des VW-Trios ist Alphand, der mit einem Rückstand von 6:39 Minuten auf Sainz jetzt den vierten Gesamtrang einnimmt. Der bisherige Spitzenreiter Nani Roma verlor auf der 4. Etappe 11:20 Minuten auf Sainz und wurde auf Platz neun der Gesamtwertung durchgereicht (10:24 zurück).
28. Rallye Dakar, 4. Etappe über 386 Kilometer
Automobil-Wertung: 1. Carlos Sainz/Andreas Schulz (Spanien/München) VW Touareg 3:52:48 Minuten, 2. Thierry Magnaldi/Arnaud Debron (beide Frankreich) Ford 2:00 Minuten zurück, 3. Luc Alphand/Gilles Picard (beide Frankreich) Mitsubishi 3:10, 4. Giniel de Villiers/Tina Thörner (Südafrika/Schweden) VW Touareg 3: 16, 5. Bruno Saby/Michel Perin (beide Frankreich) VW Touareg 4:53, 6. Jutta Kleinschmidt/Fabrizia Pons (Köln/Italien) VW Touareg 5:08, 7. Nasser Saleh Al Attiyah/Alain Guehennec (Katar/Frankreich) BMW 5: 31, 8. Jean-Louis Schlesser/Francois Borsotto (beide Frankreich) 5: 32, 9. Josep-Maria Servia/William Alcaraz (Spanien/Frankreich) Ford 6:29, 10. Mark Miller/Dirk von Zitzewitz (USA/Deutschland) VW Touareg 7:41
Motorrad-Wertung: 1. Isidre Esteve (Spanien) KTM 4:13:01 Stunden, 2. Marc Coma (Spanien) KTM 0:28 Minuten zurück, 3. Carlo de Gavardo (Chile) KTM 5:15, 4. Cyril Despres (Frankreich) KTM 6: 50, 5. David Casteu (Frankreich) KTM 15:41, 6. Andy Caldecott (Australien) KTM 17:44
Automobil, Gesamtwertung: 1. Sainz/Schulz 9:21:18 Stunden, 2. Saby/Perin 4:51 Minuten zurück, 3. Kleinschmidt/Pons 5:09, 4. Alphand/Picard 6:39, 5. Giniel de Villiers/Tina Thörner 6:53, 6. Jean-Louis Schlesser/Francois Borsott 9:02, 7. Nasser Saleh Al Attiyah/Alain Guehenne 9:05, 8. Mark Miller/Dirk von Zitzewitz 10: 03, 9. Nani Roma/Henri Magne (Spanien/Frankreich) Mitsubishi 10:24, 10. Thierry Magnaldi/Arnaud Debron 13:24
Motorrad, Gesamtwertung: 1. Coma 10:17:57 Stunden, 2. Esteve 4: 51 Minuten zurück, 3. Despres 5:06, 4. de Gavardo 7:12, 5. Casteu 19:35, 6. Caldecott 19:41
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