kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Daniela Samulski panorama ap 2009
  Foto: AP, AP
Kommentare ()

Schwimm-WM: Samulski als Silberfisch - Steffen als Pokerface

zuletzt aktualisiert: 30.07.2009 - 20:48

Rom (RPO). Daniela Samulski beim Sprintkrimi als Silberfisch, Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen als Pokerface und ein rührender Moment in der Mixed-Zone: Deutschlands Powerfrauen haben bei der Schwimm-WM in Rom für Jubel, Adrenalinstöße und Emotionen gesorgt. Ein Tiefpunkt beim Wechselbad der Gefühle gab es nur durch das Halbfinalaus des gestürzten Europarekordlers Marco Koch.

Nach dem Finale von Samulski kam es in der Mixed-Zone zu einem emotionalen Moment. Ex-Weltrekordlerin Janine Pietsch, die nach ihrer Brustkrebsbehandlung in der Kur in Ulm ist, wurde zugeschaltet und gratulierte Samulski: "Das war eine grandiose Leistung. Ich bin total stolz auf dich. Du hast zuletzt haufenweise gute Leistungen gebracht. Herzlichen Glückwunsch, meine Süße", sagte Pietsch.

17 Hundertstel fehlten Samulski über 50 Meter Rücken zum ganz großen Triumph. Sie hatte auf Goldkurs gelegen - wurde durch die Chinesin Zhao Jing mit Weltrekord aber noch abgefangen. "Aber ich habe Silber gewonnen und nicht Gold verloren. Im Sprint ist es so knapp. Da liegen Kleinigkeiten zwischen Titel und Trauer. Deshalb bin ich hochzufrieden", sagte die 25 Jahre alte Essenerin.

Info

Medaillenspiegel nach 45 von 65 Entscheidungen

GOLD SILBER BRONZE TOTAL

1. China 10 6 10 26
2. Russland 7 6 3 16
3. USA 5 8 5 18
4. Deutschland 5 3 0 8 
5. Italien 4 1 4 9
6. Australien 3 4 3 10
7. Großbritannien 3 1 2 6
8. Spanien 1 6 2 9
9. Brasilien 1 1 1 3
10. Südafrika 1 0 2 3

Das konnte sie auch. In 27,23 Sekunden verbesserte Samulski, die als Weltrekordlerin nach Rom gereist war, ihren Europarekord aus dem Halbfinale noch einmal um 16 Hundertstel.

Steffen zockte im Halbfinale über 100 Meter Freistil: In 52,87 Sekunden hatte sie als Zweite drei Hundertstel Rückstand auf die Titelverteidigerin und Olympia-Zweite Lisbeth Trickett aus Australien. "Nach 75 Metern habe ich nach links und rechts geschaut und gedacht: oh Mann. Da wusste ich, dass ich noch ein bisschen zulegen muss, sonst wäre es knapp geworden", sagte Steffen. Nach dem Rennen umarmte sie ihre schärfste Rivalin Trickett herzlich und verfolgte das zweite Halbfinale gespannt vom Beckenrand.

Franziska van Almsick ist nach wie vor von Steffens erstem WM-Titel überzeugt. "Ich glaube, dass Britta ein bisschen gezockt hat. Aber das gibt ja Hoffnung fürs Finale. Ich glaube, dass sie die klare Favoritin ist", sagte van Almsick als ARD-Expertin: "Sie sah gerade auf den letzten Metern gut aus. Das war ein Manöver aus Peking-Zeiten, als sie nach der Wende auch weit zurücklag."

Dass Steffen, die ihre Trophäensammlung mit dem ersten WM-Titel komplett machen will, in guter Form ist, hat die 25 Jahre alte Berlinerin in Rom schon eindrucksvoll bewiesen. Zu Beginn der Becken-Wettkämpfe am Sonntag hatte sie als Startschwimmerin der Silber-Staffel ihren Weltrekord auf 52,22 Sekunden geschraubt.

Bitter verlief das Halbfinale für Daniela Schreiber. Die 20 Jahre alte WM-Debütantin aus Halle/Saale verpasste als Neunte (53, 76) den Endlauf um zwei Hundertstel.

Auch Koch traf es über 200 Meter Brust. Der 19-Jährige schied bei seiner WM-Premiere in 2:09,44 Minuten nicht nur als Zwölfter im Halbfinale aus, sondern büßte auch noch seinen Europarekord an den Ungarn Daniel Gyurta (2:08,08) ein. "Natürlich bin ich enttäuscht, weil ich meine Zeit nicht abrufen konnte", sagte der Abiturient aus Darmstadt. Zum Weltrekord schwamm der Australier Christian Sprenger (2:07,31).

Als erster Schwimmer über 100 Meter Freistil blieb der Brasilianer Cesar Cielo Filho unter der Marke von 47 Sekunden. Der 50-Meter-Olympiasieger schraubte den Weltrekord des Franzosen Alain Bernard im Finale um 14 Hundertstel auf 46,91 Sekunden. Olympiasieger Bernard (47,12) und sein Landsmann Frederick Bousquet (47,15) mussten sich mit den Plätzen zwei und drei begnügen.

Weitere Weltrekorde gab es über 200 Meter Lagen durch Ryan Lochte aus den USA (1:54,10 Minuten), über 200 Meter Schmetterling durch die Australierin Jessicah Schipper (2:03,41) und durch die Kanadierin Annamay Pierse im Halbfinale über 200 Meter Brust (2:20, 12), wo Caroline Ruhnau als 13. (2:25,36) klar scheiterte. Chinas Frauen schwammen über 4x200-m-Freistil in 7:42,08 Minuten zu Gold und Weltrekord.

Vor den Schwimm-Finals hatten Deutschlands Wasserballer noch einmal alle Kräfte mobilisiert und spielen zum Abschluss der WM wie bei Olympia 2004 in Athen um Rang fünf. Die Mannschaft von Bundestrainer Hagen Stamm setzte sich in der Platzierungsrunde mit 9:5 (2:0, 1:1, 3:1, 3:3) gegen Kanada durch. Am Samstag trifft die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) um 10.40 Uhr im Spiel um Platz fünf erneut auf Olympiasieger Ungarn, dem die DSV-Sieben in der Vorrunde ein Remis abgetrotzt hatten.


Männer

100 m Freistil:

Gold: Cesar Cielo Filho (Brasilien) 46,91 Sekunden (WR)
Silber: Alain Bernard (Frankreich) 47,12 (ER)
Bronze: Frederick Bousquet (Frankreich) 47,25
4. Brent Hayden (Kanada) 47,27, 5. David Walters (USA) 47,33, 6. Stefan Nystrand (Schweden) 47,37, 7. Lyndon Ferns (Südafrika) 47, 94, 8. Nicolas Oliveira (Brasilien) 48,01. - im Vorlauf ausgeschieden: 22. Steffen Deibler (Hamburg) (SID)

200 m Lagen:

Gold: Ryan Lochte (USA) 1:54,10 Minuten (WR)
Silber: Laszlo Cseh (Ungarn) 1:55,24
Bronze: Eric Shanteau (USA) 1:55,36
4. Thiago Pereira (Brasilien) 1:55,55, 5. Leith Brodie (Australien) 1:56,69, 6. James Goddard (Großbritannien) 1:57,93, 7. Ken Takakuwa (Japan) 1:58,02, 8. Gergo Kis (Ungarn) 1:59,32. - im Halbfinale ausgeschieden: 13. Yannick Lebherz (Darmstadt) (SID)

Frauen

50 m Rücken:

Gold: Jing Zhao (China) 27,06 Sekunden (WR)
Silber: Daniela Samulski (Essen) 27,23 (ER)
Bronze: Chang Gao (China) 27,28
4. Anastassia Sujewa (Russland) 27,31, 5. Alexandra Gerassimenja (Weißrussland) 27,62, 6. Sophie Edington (Australien) 27,73, 7. Emily Seebohm (Australien) 27,83, 8. Fabiola Molina (Brasilien) 27, 88

200 m Schmetterling:

Gold: Jessicah Schipper (Australien) 2:03,41 Minuten (WR)
Silber: Zige Liu (China) 2:03,90
Bronze: Katinka Hosszu (Ungarn) 2:04,28
4. Mary Descenza (USA) 2:04,41, 5, Liuyang Jiao (China) 2:04,50, 6. Aurore Mongel (Frankreich) 2:05,48, 7. Audrey Lacroix (Kanada) 2:05, 95, 8. Samantha Hamill (Australien) 2:06,11. - im Vorlauf ausgeschieden: 10. Annika Mehlhorn (Baunatal)

4x200 m Freistil:

Gold: China 7:42,08 Minuten (WR)
Silber: USA 7:42,56
Bronze: Großbritannien 7:45,51
4. Italien 7:46,57, 5. Australien 7:46,85, 6. Ungarn 7:48,04, 7. Frankreich 7:48,44, 8. Kanada 7:49,14. - ohne deutsche Beteiligung

Quelle: SID/chk

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Kobiaschwili will Einspruch einlegen

Berliner droht ein Jahr Sperre

Kobiaschwili will Einspruch einlegen

Dem Hertha-Profi Lewan Kobiaschwili droht nach dem Relegations-Skandalspiel die Rekordsperre von einem Jahr. Dann wäre die Karriere des 34 ... mehr 

Rösler macht weiter und geht nach Aachen

Fortuna Düsseldorf

Rösler macht weiter und geht nach Aachen

Von wegen Karriereende: Sascha Rösler hängt seine Schuhe doch nicht an den Nagel und spielt ... mehr 

Sport
Aus der Region

Abschreckende Wirkung

Mit Pollern gegen Falschabbieger

Überfall am Stoffelner Friedhof

"Wie ein Überfall in der Kirche"

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Borussias Neuzugang: Granit Xhaka

Borussias Neuzugang Granit Xhaka stellt sich und seiner Ziele mit der Mannschaft vor.
mehr 

Auf einen Blick
Bilderserien mehr Sport
 
French Open 2012: Venus Williams scheitert in Runde zwei
French Open 2012: Venus Williams scheitert in Runde zwei
Nach Serena Williams ist auch ihre Schwester ..
mehr 
French Open 2012: Berrer verliert gegen Devilder
French Open 2012: Berrer verliert gegen Devilder
Tennisprofi Michael Berrer aus Stuttgart ist in ..
mehr 
2012: Anand verteidigt WM-Titel im Schach
2012: Anand verteidigt WM-Titel im Schach
Titelverteidiger Viswanathan Anand (Indien) hat ..
mehr 
French Open 2012: Pfizenmaier unterliegt Asarenka
French Open 2012: Pfizenmaier unterliegt Asarenka
Dinah Pfizenmaier ist bei den French Open ausgeschieden.
mehr 
NBA 11/12: San Antonio - Oklahoma 120:111
NBA 11/12: San Antonio - Oklahoma 120:111
Zweite Niederlage für James Harden (l.) und ..
mehr 
French Open 2012: Serena Williams scheitert in Runde eins
French Open 2012: Serena Williams scheitert in Runde eins
Die French Open in Paris haben ihre erste ..
mehr 
 
MEHR

Zehnkampf

Ex-Weltmeister Pappas mit 8569 Punkten

Marburg (RPO). Mit 8569 Punkten setzte sich Ex-Weltmeister Tom Pappas am Sonntag beim Zehnkampf-Vergleich zwischen Deutschland und den USA im hessischen Marburg an Position zwei der Jahres-Weltrangliste. Der nicht für die am Samstag in Berlin ... mehr