WTA-Turnier in Miami: Scharapowa unterliegt Clijsters im Finale
zuletzt aktualisiert: 03.04.2005 - 12:05Miami (rpo). Kim Clijsters wandelt auf den Spuren von Steffi Graf: Die Belgierin hat als erste Spielerin seit ihrem großen Idol die beiden aufeinanderfolgenden Millionenturniere in Indian Wells und Miami für sich entschieden. Die 21 Jahre alte Clijsters besiegte am Samstag im Finale von Miami die russische Wimbledonsiegerin Maria Scharapowa mit 6:3, 7:5.
Der Doppelsieg bei zwei der höchstdotierten Turniere der WTA-Tour gelang zuletzt Steffi Graf in den Jahren 1994 und 1996. Seit den Anfängen ihrer Karriere hatte Kim Clijsters Deutschlands Jahrhundertspielerin stets als ihr großes Vorbild bezeichnet. Nur ein einziges Mal waren sich die beiden auf dem Platz begegnet. Bei ihrem letzten Wimbledon-Start gewann Steffi Graf 1999 im Achtelfinale gegen die damals 16-jährige Kim Clisters mit 6:2, 6:2.
Clijsters setzte in Miami ihr erstaunliches Comeback fort, das ihre unterlegene Finalgegnerin Maria Scharapowa als "einfach unglaublich" bezeichnete. 2004 war die Belgierin nach zwei Operationen am linken Handgelenk neun Monate lang außer Gefecht. Immer lauter wurden Ende des Jahres die Spekulationen über ihren möglicherweise bevorstehenden Rücktritt.
Unerwarteter Triumph
In Miami hatte sich das lädierte Handgelenk nach der ungewohnten Dauerbelastung wieder bemerkbar gemacht, in den letzten drei Matches war es bandagiert. "Ich hatte schon nach dem Sieg in Indian Wells Schmerzen", erzählte Clijsters. Nach Miami sei sie daher mit der Erwartung gekommen, "vielleicht ein oder zwei Matches zu gewinnen". Es wurden am Ende sieben, in denen sie nicht einen einzigen Satz abgab.
Am Sonntag flog Kim Clijsters heim nach Belgien, um sich dort nach ein paar Tagen Pause sorgfältig auf die europäische Sandplatzsaison vorzubereiten. In der Weltrangliste hat sie im März einen gewaltigen Sprung gemacht. Anfang des Monats als Nummer 133 notiert, dürfte sie nach dem Doppelschlag in Kalifornien und Florida bereits die Top 20 geknackt haben und damit bei den nächsten Turnieren wieder zu den Gesetzten gehören.
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