Australian Open: Scharapowas Stöhnen verstört Zuschauer
zuletzt aktualisiert: 22.01.2005 - 11:14Melbourne (rpo). Das lautstarke Stöhnen von Wimbledonsiegerin Maria Scharapowa aus Russland sorgt bei den Australian Open in Melbourne für Aufregung. Mit zunehmender Spieldauer erreichte die Russin neue Rekordmarken in ihrer Lautstärke.
Ihre Gegnerin Na Li aus China und 15.943 Zuschauer in der Rod Laver Arena beschäftigten sich beim Drittrundensieg der blonden Schönheit mehr mit derem deren Gestöhne, das jeden Schlag begleitet, als mit dem Spiel. Als das Stöhnen mit zunehmender Spieldauer immer lauter wurde, stieg auch der Geräuschpegel im Publikum, und Schiedsrichterin Alison Lang bat die Fans nach einem Hilferuf von Li schließlich um Ruhe.
"Sei still", rief ein männlicher Fan der Schiedsrichterin daraufhin zu, worauf eine Frauenstimme konterte: "Wie wäre es, wenn die Spielerin einfach mal leise ist?" Bereits nach Scharapowas Erstrundenmatch gegen die ebenfalls lautstarke Lindsay Lee-Waters aus den USA hatten sich Zuschauer des australischen Fernsehsenders Channel 7 über das ewige Gestöhne beschwert: "Die Mädchen klingen, als seien sie auf der Arbeit. Das ist ekelhaft", lautete ein Kommentar.
Beim Erfolg Scharapowas in Wimbledon 2004 hatte eine englische Zeitung die Lautstärke der Russin gemessen. Mit 86,3 Dezibel sei sie so laut gewesen wie Gibbonaffen im Zoo. Die Chinesin Li antwortete in Melbourne auf die Frage, warum sie nicht selbst mit Stöhnen auf die Geräusche der 17-Jährigen geantwortet habe: "Dann hätte ich keine Kraft mehr gehabt, den Ball zu schlagen". Scharapowa interessierte die ganze Aufregung nicht: "Wenn ich spiele, denke ich nicht darüber nach, was mein Mund macht."
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