Rallye Tunesien: "Schnell ohne Risiko" - Carlos Sainz Dritter am Geburtstag
zuletzt aktualisiert: 12.04.2006 - 15:20Nekrif (rpo). VW-Werkspilot Carlos Sainz konnte sich an seinem 44. Geburtstag nicht selbst beschenken. Bei der Rallye Tunesien verbeserte er sich zwar auf den dritten Platz in der Gesamtwertung, verpasste aber den Etappensieg.
Der zweimalige Rallye-Weltmeister fuhr auf der zweiten Etappe am Mittwoch über 327 Kilometer rund um die Wüstenoase Nekrif die viertbeste Zeit und schob sich in der Gesamtwertung mit seinem VW Touareg um einen Platz nach vorne. Der Rückstand auf Spitzenreiter Stephane Peterhansel aus Frankreich im Mitsubishi, der in der Tageswertung als Dritter 37 Sekunden schneller war als Sainz, beträgt 4:38 Minuten.
"Wir waren schnell, sind aber keine großen Risiken eingegangen. Gerne hätte ich an meinem Geburtstag die Etappe gewonnen, doch es hat leider nicht gereicht", meinte Sainz. VW-Motorsportdirektor Kris Nissen war allerdings mit dem Ergebnis von Sainz und des Dakar-Zweiten Giniel de Villiers (Südafrika), der als Tagesfünfter auch im Gesamtklassement auf Rang fünf (5:36 Minuten zurück) abrutschte, nicht zufrieden.
"Beide Fahrer haben in der mittleren Sektion in den Steinen etwas Zeit verloren, weil sie dort nicht voll attackiert haben. Das Resultat ist nicht zufriedenstellend. Wir sind im Moment 0,2 bis 0, 3 Sekunden pro Kilometer hinter Mitsubishi, und das müssen wir ändern", sagte Nissen.
Neuer Gesamtzweiter hinter Peterhansel ist dessen Landsmann Jean-Louis Schlesser in einem Buggy (4:03), der am Mittwoch den Tagessieg holte. Dakar-Sieger Luc Alphand (Frankreich) verbesserte sich mit der zweitbesten Zeit des Tages in einem weiteren Mitsubishi auf Rang vier (5:07).
Die dritte von sieben Etappen führt am Donnerstag über 351 Kilometer nach El Borma an der algerischen Grenze. Dabei müssen die Teilnehmer die ersten großen Sanddünen bewältigen.
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