Tennis / German Open: Schruff in Runde zwei - Klösel ausgeschieden
zuletzt aktualisiert: 09.05.2006 - 17:09Berlin (rpo). Tennisspielerin Julia Schruff steht bei den Qatar Telecom German Open in Berlin als erste deutsche Spielerin in der zweiten Runde. Die 23 Jahre alte Augsburgerin gewann beim mit 1,34 Millionen US-Dollar dotierten WTA-Turnier gegen die Finnin Emma Laine locker in zwei Sätzen mit 6:1 und 6:4.
In der zweiten Runden droht Schruff nun ein Duell mit der früheren Weltranglistenersten Martina Hingis. Die Schweizerin trifft in der ersten Runde auf Flavia Pennetta aus Italien.
Sandra Klösel verlor dagegen ihr Auftaktmatch gegen die Kolumbianerin Catalina mit 6:2, 1:6 und 1:6. Bereits am Montag hatte sich Nachwuchshoffnung Sabine Lisicki aus dem Turnier verabschiedet. Die erst 16-Jährige unterlag der Italienerin Maria Santangelo mit 6:3, 2:6 und 1:6.
Martina Müller überraschte mit einer kämpferisch starken Vorstellung gegen die Weltranglisten-40. Jill Craybas. Müller siegte 1:6, 6:2, 6:2 und sorgte damit für etwas Wiedergutmachung für die deutschen Damen, denen Craybas im Fedcup einen Punkt abgeknöpft hatte.
"Die Bedingungen waren nicht leicht. Der Platz hatte Licht und Schatten, und der Wind hat ständig gedreht", sagte Müller nach ihrem Achtungserfolg. In der nächsten Runde wird die Aufgabe aber noch anspruchsvoller: Die an Nummer sechs gesetzte US-Open-Siegerin von 2004, Swetlana Kusnezowa aus Russland, wartet auf die 23-Jährige. "Ich werde mal sehen, ob ich sie ein bisschen ärgern kann", sagte Müller.
Schruff hat sich vom Fedcup-Aus offenbar gut erholt. Die Augsburgerin erreichte zweieinhalb Wochen nach der 2:3-Heimniederlage gegen die USA souverän die zweite Runde der Qatar Telecom German Open in Berlin.
Schruff indes machte auf dem Centre Court mit Emma Laine beim 6:1, 6:4 kurzen Prozess und hatte dabei nur im zweiten Durchgang etwas Mühe. "Nach der klaren Führung wurde ich etwas unkonzentriert. Da war es dann ein knappes Match", sagte die Weltranglisten-60. Doch ehe die Finnin ernsthafte Ansprüche auf den Satzgewinn anmelden konnte, hatte Schruff dank einer guten Taktik in der Schlussphase das Match für sich entschieden. "Ich wollte nach Möglichkeit ihre Vorhand umgehen. Das hat gut geklappt."
In der nächsten Runde wartet entweder die gesetzte Italienerin Flavia Pennetta oder die frühere Nummer eins Martina Hingis aus der Schweiz auf die 23-Jährige. "Die Gegnerin ist mir egal", sagte Schruff. Im vergangenen Jahr schaltete sie auf der Anlaga an der Hundekehle die damalige Weltranglistensechste Anastassia Myskina (Russland) aus und schaffte den Sprung in die Top 100. Ihr Nahziel bleiben die Top 50, von wo es weitergehen soll unter die besten 30 der Welt.
Diese Höhen sind für Sandra Klösel noch viel weiter entfernt. Klösel blieb nach dem neuerlichen Erstrundenaus nur das Prinzip Hoffnung. "Es gab ein paar Knackpunkte im Match. Vom Potenzial her kann ich vorne mitspielen", sagte Klösel. Einer der Knackpunkte war ein Aufschlagspiel im zweiten Satz, als Klösel drei Spielbälle in Folge zum 2:2 vergab und den Durchgang mit 1:6 abgab.
Frust schoben am Dienstag aber auch andere. Die an Nummer neun gesetzte Russin Jelena Lichowzewa strich als zweite gesetzte Spielerin in Runde eins die Segel. Die Weltranglisten-17. verlor gegen die spanische Qualifikantin Laura Pous Tio sang- und klanglos 4:6, 3:6. Am Tag zuvor hatte es die Nummer 14 der Setzliste, Ai Sugiyama aus Japan, erwischt.
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