Tennis/German Open in Berlin: Schruff kämpft sich in Runde zwei
zuletzt aktualisiert: 03.05.2005 - 15:00Berlin (rpo). Nach Anna-Lena Grönefeld hat auch Julia Schruff bei den German Open der Tennisdamen in Berlin die erste Runde überstanden. Die 22-jährige Stuttgarterin bezwang bei der mit 1,3 Millionen Dollar dotierten Veranstaltung nach einem wahren Kraftakt die Tschechin Denisa Chladkova.
Schruff nutzte damit die von Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner zur Verfügung gestellte Wildcard und trifft nun auf die in Berlin an Position drei gesetzte French-Open-Siegerin Anastasia Myskina aus Russland. Die Schwäbin folgte damit der Nordhornerin Grönefeld, die sich am Vorabend durch ein 6:1, 6:2 über die Russin Jewgenia Linetskaja ein Duell gegen deren topgesetzte Landsmännin Maria Scharapowa erarbeitet hatte.
Julia Schruff fand gegen Denisa Chladkova nur schwer in die Partie und machte es ihrer Gegnerin mit einer hohen Fehlerquote leicht. Erst im zweiten Satz kam die 104. der Weltrangliste besser ins Spiel. In der über zwei Stunden dauernden Partie auf Court A nutzte sie schließlich bei Aufschlag Chadkova ihren ersten Matchball.
"Wir haben mit der Mannschaft beim Fedcup gut trainiert und hatten viel Spaß miteinander. Es ist immer gut, in Deutschland ein Match zu gewinnen", sagte Schruff nach dem harten Stück Arbeit: "Am Anfang war ich nervös und habe einfach kein Spiel gewonnen. Ab dem zweiten Satz lief es dann besser." Vor allem agierte sie mit zunehmender Spielzeit geduldiger und zwang ihre Gegnerin mit vielen Tempowechseln zum Laufen. Auch gegen Myskina rechnet sich Schruff eine reelle Siegchance aus. "Das ist genau die Chance, die ich brauche", sagte die 104. der Weltrangliste und ließ sich den Optimismus auch vom schweren Fedcup-Los mit dem Auswärtsspiel in Kroatien nicht nehmen: "Die schlagen wir."
Trotz einer kämpferisch ebenso überzeugenden Vorstellung konnte Sandra Klösel (München) den Teamkolleginnen nicht in die zweite Runde folgen. Sie unterlag der an zehn gesetzten Russin Elena Lichowtsewa 5:7, 6:7 (0:7). Somit kamen von den sechs gestarteten deutschen Spielerinnen nur ein Duo in die zweite Runde. Dort steht auch die ehemalige Weltranglistenerste Kim Clijsters, die ihr Comeback konsequent fortsetzte und die Ukrainerin Juliana Fedak beim 6:1, 6:0 förmlich vom Platz fegte. Die Belgierin war lange Zeit verletzt und nutzt das Turnier in Berlin, um sich auf die French Open in Paris vorzubereiten.
TENNIS IN ZAHLEN:
WTA-Tour, German Open in Berlin (1,3 Millionen US-Dollar), Erste Runde: Elena Lichowtsewa (Russland/Nr. 10) - Sandra Klösel (München) 7:5, 7:6 (7:0), Kim Clijsters (Belgien/Nr. 11) - Juliana Fedak (Ukraine) 6:1, 6:0, Maria Kirilenko (Russland) - Fabiola Zuluaga (Kolumbien) 6:3, 6:1, Jelena Jankovic (Serbien und Montenegro/Nr. 13) - Tzipora Obziler (Israel) 6:3, 6:3, Dinara Safina (Russland) - Ana Ivanovic (Serbien und Montenegro) 6:1, 6:4, Shuai Peng (China) - Maria Vento-Kabchi (Venezuela) 6:1, 6:2
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