Tennisprofi behauptet sich gegen Max Mirnji: Schüttler im Viertelfinale von Indian Wells
zuletzt aktualisiert: 13.03.2003 - 20:35Indian Wells (rpo). Australian-Open-Finalist Rainer Schüttler hat das Viertelfinale des Tennisturniers von Indian Wells erreicht.
Australian-Open-Finalist Rainer Schüttler ist auf dem besten Weg, die neue Nummer 1 im Champions Race zu werden. In Abwesenheit von Spitzenreiter Andre Agassi hat Schüttler das Viertelfinale der mit 2,45 Millionen Dollar dotierten "Pacific Open" in Indian Wells erreicht und braucht nur noch zwei Siege zur Thronbesteigung.
Der deutsche Daviscupspieler setzte sich bei dem Hartplatzturnier in der kalifornischen Wüste im Achtelfinale mit 6: 3, 6:4 gegen den Weißrussen Max Mirnji durch. Der 26 Jahre ale Wahl-Schweizer wartet nun in der Runde der letzten Acht auf den Sieger des Duells zwischen den an Nummer sechs und elf eingestuften Andy Roddick (USA) und Sebastien Grosjean (Frankreich).
Bei Temperaturen um 27 Grad reichte dem Korbacher eine solide Leistung, um auch im vierten Vergleich mit dem in Florida lebenden Konkurrenten aus Minsk nach insgesamt 70 Minuten als Sieger den Platz zu verlassen. Schüttler, der mit Siegen über Wayne Arthurs (Australien) und Mariano Zabaleta (Argentinien) ins Achtelfinale eingezogen war, reichte im ersten Durchgang ein Break zum 2:0 letztlich zum Satzgewinn.
Im zweiten Satz gab der Hesse zwar seinen Aufschlag zum 1:3 ab, antwortete aber postwendend mit einem Rebreak. Als Mirnji seinen Aufschlag zum 4:5 verlor, war das Match entschieden.
Bereits am Mittwoch war ein völlig indisponierter Nicolas Kiefer in der zweiten Runde gescheitert. Der 25-Jährige aus Hannover verlor das Qualifikanten-Duell gegen Vince Spadea (USA) mit 3:6, 2:6 und machte dabei vom ersten Ballwechsel an eine eher unglückliche Figur.
"Ich bin eigentlich erst seit drei Wochen wieder voll im Training", erklärte Kiefer, der seine Winterpause wegen eines Haarrisses in der linken Ferse auf vier Monate ausdehnen musste: "Ich bin überrascht, dass es überhaupt schon wieder einigermaßen rund läuft." Am Samstag beginnt für Kiefer die Qualifikation für das zweite Masters-Turnier in der kommenden Woche in Miami.
Derweil formiert sich die Opposition der Tennisprofis gegen die Spieler-Vereinigung ATP. Der Südafrikaner Wayne Ferreira und Jeff Tarango (USA) wollen nächste Woche die Gründung der konkurrierenden International Men's Tennis Association (IMTA) bekanntgeben. Die Spieler fühlen sich von der ATP in der Wahrnehmung ihrer Interessen ungenügend vertreten.
Prominente Unterstützung erhielten die Rädelsführer Ferreira und Tarango in Indian Wells von Superstar Lleyton Hewitt. "In der Zusammenarbeit mit der ATP gibt es sehr viel Raum für Verbesserungen", stellte der Australier fest: "All unsere Vorschläge werden immer nur stundenlang in irgendwelchen Komitees diskutiert, Änderungen gibt es keine."
Zudem fordern die Spieler seit Monaten eine Anhebung ihrer Preisgelder von den Turnierveranstaltern, deren Interessen pikanterweise ebenfalls von der ATP vertreten werden. Im Vergleich zu den Superstars aus der NHL oder der NBA fühlen sich die millionenschweren Tennisprofis zunehmend unterbezahlt. Am kommenden Wochenende will sich der Weltverband ITF auf seiner Versammlung in Lausanne mit dem Thema beschäftigen und notfalls als Vermittler einspringen.
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