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Tennisprofi: "Bin stolz auf mich": Schüttler mit Hexenschuss ins Viertelfinale

zuletzt aktualisiert: 15.08.2003 - 07:25

Cincinnati (rpo). Unbeeindruckt von einem schmerzhaften Hexenschuss ist Tennisprofi Rainer Schüttler ins Viertelfinale von Cincinnati eingezogen. Schüttler räumte den US-Amerikaner Todd Martin in drei Sätzen aus dem Weg. 

Mit einer beeindruckenden Energieleistung hat sich der beste deutsche Tennisprofi den Favoritenstürzen beim Masters in Cincinnati entziehen können. Unbeeindruckt von einem schmerzhaften Hexenschuss zog Rainer Schüttler am Donnerstag durch einen 7:5, 3:6, 6:3-Erfolg über Todd Martin aus den USA ins Viertelfinale ein. Zuvor hatte der an Nummer acht gesetzte Bad Homburger im Achtelfinale den Finnen Jarkko Nieminen mit 3:6, 6:3, 7:6 (7:4) ausgeschaltet. Im Kampf um den Einzug in die Vorschlussrunde bei dem mit 2,45 Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Turnier wartet auf Schüttler der erst 20 Jahre alte Amerikaner Robby Ginepri.

Sehr konzentriert

Gegen den bereits 31-jährigen Martin, der mit einer Wildcard ins Hauptfeld gekommen war, spielte Schüttler sehr konzentriert auf und verfügte am Ende - nach einem Durchhänger im zweiten Satz - bei brütender Hitze auch über die bessere Kondition. Dabei hatte Schüttler eigentlich gar nicht mehr damit gerechnet, so weit zu kommen. Denn vor seinem Duell gegen Nieminen in der Nacht zum Donnerstag hatte er sich aus heiterem Himmel bei der Morgentoilette im Hotelzimmer einen Hexenschuss zugezogen. Dank einer zweistündigen Behandlung durch Physiotherapeut Alex Stober konnte Schüttler dann doch seinem Tagewerk nachgehen. "Ich bin wirklich stolz auf mich, dass ich dieses Spiel nach Hause gebracht habe", sagte der Australian Open-Finalist später.

Während Schüttler weiter Kurs auf seinen ersten Einzug in ein Masters-Finale nehmen kann, mussten French Open-Gewinner Juan Carlos Ferrero (Spanien) und Wimbledon-Champion Roger Federer (Schweiz) ihre Hoffnungen auf die Ablösung des pausierenden Andre Agassi (USA) als Weltranglisten-Erster begraben. Ferrero, der Gaston Gaudio (Argentinien) mit 7:6 (7:3), 6:7 (5:7), 4:6 unterlag, hätte ins Finale vorstoßen müssen, um die neue Nummer eins zu werden. Federer hätte dafür das Halbfinale gereicht. Doch der sympathische Eidgenosse musste sich nach großem Kampf Gaudios Landsmann David Nalbandian mit 6:7 (4:7), 6:7 (5:7) geschlagen geben. Es war Federers vierte Niederlage im vierten Aufeinandertreffen.

Von den gesetzten 17 Profis waren damit im Achtelfinale nur noch drei vertreten. Neben Schüttler gehörten Guillermo Coria (Argentinien) und US-Boy Andy Roddick dazu. Der Südamerikaner schaltete Jewgeni Kafelnikow aus. Der Russe gab beim Stand von 0:6, 4:5 wegen eines verstauchten linken Knöchels auf. Coria duellierte sich in der dritten Runde mit Michail Juschni (Russland). Er hatte Wesley Moodie (Südafrika) mit 6:4, 7:6 (7:4) bezwungen. Roddick, der vorigen Sonntag in Montreal sein erstes Masters gewonnen hatte, kam problemlos gegen den Kroaten Ivan Ljubicic mit 6:1, 6:4 weiter. Sein nächster Gegner war Landsmann James Blake, der sich gegen Sjeng Schalken (Niederlande) mit 6:1, 6:4 behauptete.

Weltranglisten-Erste Kim Clijsters gestrauchelt

Kim Clijsters ist beim Tennisturnier in Toronto überraschend schon im Achtelfinale gestrauchelt. Die Belgierin, die nach ihrem Turniersieg in Los Angeles zu Wochenbeginn erstmals die Führung in der Weltrangliste übernommen hatte, verlor am Donnerstag gegen die Russin Lina Krasnorutskaja mit 6:1, 4:6, 1:6.

Rainer Schüttler quälte sich zum Sieg über Todd Martin. Foto: RPO

 
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