Montreal: Schwimm-WM: Keine Medaille für DSV-Schwimmer am Schlusstag
zuletzt aktualisiert: 01.08.2005 - 09:08Montreal (rpo). Zum Abschluss der Schwimm-Weltmeisterschaften in Montreal gingen die Athleten des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) leer aus. Mit zwei Gold-, sieben Silber- und vier Bronzemedaillen fällt der Medaillenspiegel aus deutscher Sicht durchschnittlich aus.
Im letzten Wettbewerb, der 4x100-Meter-Lagen-Staffel der Herren, verpassten Steffen Driesen, Jens Kruppa, Thomas Rupprath und Marco di Carli mit einer Zeit von 3:37,32 Minuten die Bronzemedaille. Topfavorit USA holte sich in 3:31,85 die Goldmedaille vor den Staffeln aus Russland (3:35,08) und Japan (3:35,40).
Über 50 Meter Rücken der Herren schwamm Thomas Rupprath weiterhin seiner Bestform hinterher. Der Weltrekordhalter belegte im Finale mit einer Zeit von 25,38 Sekunden nur den sechsten Platz. Sieger wurde der Grieche Aristeidis Grigoriadis mit 24,95 Sekunden vor Matt Welsh aus Australien in 24,99. Den dritten Platz sicherte sich der Brite Liam Tancock in 25,02. Der zweite deutsche Finalist Marco di Carli belegte mit einer Zeit von 26,48 nur den achten und letzten Platz im Endlauf.
Eine große Enttäuschung gab es auch für Janne Schäfer über 50 Meter Brust. Als achte und letzte Schwimmerin des Endlaufs betrug ihr Abstand zur Chinesin Xuejuan Luo (31,50) mit einer Zeit von 32,45 Sekunden fast eine Sekunde. Neue Weltmeisterin wurde Jade Edmistone, die mit einer Zeit von 30,45 Sekunden einen Weltrekord aufstellte. Die Australierin stellte damit den insgesamt neunten Weltrekord bei den Titelkämpfen in Montreal auf. Auf Platz zwei landete die Amerikanerin Jessica Hardy (30,85) vor der Australierin Brooke Hanson in 30,89.
Über 1500 Meter Freistil der Herren musste sich Christian Hein mit einer Zeit von 15:14,91 Minuten ebenfalls mit dem achten Rang zufrieden geben. Weltmeister wurde Grant Hackett, der sich damit als erster Athlet überhaupt zum vierten Mal in Folge den WM-Titel sicherte. Der Australier deklassierte die gesamte Konkurrenz in 14:42,58, verpasste es aber am Ende klar, seinen eigenen Weltrekord (14:34,56) zu verbessern. Zweiter wurde der US-Amerikaner Larsen Jenson in 14:47,58. Der dritte Rang und damit die Bronzemedaille ging mit einer Zeit von 14:48,11 an David Davis aus Großbritannien.
Insgesamt konnten die deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer mit dem siebten Platz im Medaillenspiegel die Erwartungen einigermaßen erfüllen. Erfolgreichste Schwimmnation waren in Montreal einmal mehr die USA mit 17 Gold-, 15 Silber- und sieben Bronzemedaillen. Der australische Verband stellte mit 13 Gold-, acht Silber- und vier Bronzemedaillen die zweitbeste Mannschaft. China wurde mit fünf ersten, fünf zweiten und sieben dritten Plätzen Dritter des Medaillenspiegels.
Schwimmen, 11. WM in Montreal, Beckenwettbewerbe, 8. und letzter Tag:
Finals:
MÄNNER
1500 m Freistil: 1. Grant Hackett (Australien) 14:42,58 Minuten, 2. Larsen Jensen (USA) 14:47,58, 3. David Davies (Großbritannien) 14:48,11, 4. Juri Prilukow (Russland) 14:51,62, 5. Mateusz Sawrymowicz (Polen) 14:59,38, 6. Zhang Lin (China) 15:09, 79, 7. Sebastian Rouault (Frankreich) 15:09,84, 8. Christian Hein (Mainz) 15:14,91 - ausgeschieden u.a. als 21. Paul Biedermann (Halle/Saale) 15:41,88
50 m Rücken: 1. Aristeidis Grigoriadis (Griechenland) 24,95 Sekunden, 2. Matt Welsh (Australien) 24,99, 3. Liam Tancock (Großbritannien) 25,02, 4. Randall Bal (USA) 25,23, 5. Aaron Peirsol (USA) 25,30, 6. Thomas Rupprath (Hannover) 25,38, 7. Junichi Miyashita (Japan) 25,85, 8. Marco Di Carli (Sögel) 26,48
400 m Lagen: 1. Laszlo Cseh (Ungarn) 4:09,63 Minuten (Europarekord), 2. Luca Marin (Italien) 4:11,67, 3. Oussama Mellouli Tunesien 4:13,47, 4. Alessio Boggiatto (Italien) 4:13,48, 5. Ryan Lochte (USA) 4:13,67, 6. Hidemasa Sano (Japan) 4:17,72, 7. Robert Margalis (USA) 4:17,93, 8. Ioannis Drymonakos (Griechenland) 4:19,12
FRAUEN
50 m Freistil: 1. Lisbeth Lenton (Australien) 24,59 Sekunden, 2. Marleen Veldhuis (Niederlande) 24,83, 3. Zhu Yingwen (China) 24, 91, 4. Therese Alshammar (Schweden) 24,96, 5. Alice Mills (Australien) 25,02, 6. Switlana Chachlowa (Weißrussland) 25,17, 7. Kara Lynn Joyce (USA) 25,36, 8. Jana Kolukanova (Estland) 25,56
50 m Brust: 1. Jade Edmistone (Australien) 30,45 Sekunden (Weltrekord), 2. Jessica Hardy (USA) 30,85, 3. Brooke Hanson (Australien) 30,89, 4. Tara Kirk (USA) 31,38, 5. Zoe Baker (Neuseeland) 31,43, 6. Kate Haywood (Großbritannien) 31,49, 7. Luo Xuejuan (China) 31,50, 8. Janne Schäfer (Wolfsburg) 32,45
400 m Lagen: 1. Katie Hoff (USA) 4:36,07, 2. Kirsty Coventry (Simbabwe) 4:39,72, 3. Kaitlin Sandeno (USA) 4:40,85, 4. Lara Carroll (Australien) 4:42,25. 5. Maiko Fujino (Japan) 4:42,68, 6. Georgina Bardach (Argentinien) 4:43,60, 7. Eva Risztov (Ungarn) 4: 43,68, 8. Zsuzsanna Jakabos (Ungarn) 4:44,65
4x100 m Lagen: 1. USA 3:31,05, 2. Russland 3:35,08, 3. Japan 3: 35,40, 4. Deutschland 3:37,32, 5. Frankreich 3:37,60, 6. Australien 3:38,13. - disqualifiziert: Slowenien und Neuseeland (sid)
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