Schwimm-Legende skeptisch: Spitz sieht Thorpes Comeback kritisch
zuletzt aktualisiert: 07.02.2012 - 16:15London (RPO). Schwimm-Legende Mark Spitz hat die Comeback-Versuche von Ian Thorpe und Janet Evans kritisch bewertet. "Es wird sehr schwierig für sie. Die Welt dreht sich weiter. Man vergisst zwar nicht, wie man trainiert. Aber was man verliert, ist die Erfahrung, sich mit Konkurrenten zu messen", sagte der neunmalige Olympiasieger bei den Laureus-Awards in London: "Ihr großer Nachteil ist, dass sie ihren Star-Status an jüngere Athleten verloren haben."
Der 29-jährige Thorpe peilt nach fünf Jahren Wettkampfpause einen Platz in den australischen Freistil-Staffeln bei den Olympischen Spielen in London an. Über 100 m liegt Thorpe mit seiner besten Zeit nach dem Comeback allerdings 1,12 Sekunden hinter dem viertbesten Landsmann in der Weltrangliste zurück, über 200 m 99 Hundertstel. Seine einzige Qualifikations-Möglichkeit hat Thorpe bei den australischen Meisterschaften (15. bis 22. März).
Die 41 Jahre alte Evans hatte sich Mitte Januar über ihre einstigen Weltrekordstrecken 400 und 800 m Freistil für die US-Olympia-Ausscheidungen qualifiziert, ihre Chancen auf ein London-Ticket sind aber gering. "Ich habe mit ihr gesprochen und gefragt Was machst Du mit den 37 Schwimmerinnen, die vor Dir liegen? Ich glaube, dass ihr die Zeit davonläuft", sagte Spitz.
Spitz, siebenmaliger Olympiasieger in München 1972, hatte mit 41 Jahren versucht, sich für die Olympischen Spiele 1992 in Barcelona zu qualifizieren und war kläglich gescheitert. Seine ersten Wettbewerbe hatte Spitz damals in Form von Schaukämpfen gegen die damaligen Topstars Matt Biondi und Tom Jager bestritten, war nach deutlichen Niederlagen aber scharf kritisiert worden.
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