Zweiter Sieg nach 2004: Stadler gewinnt Ironman
zuletzt aktualisiert: 22.10.2006 - 10:19Kona (RPO). Normann Stadler hat sich zum zweiten Mal nach 2004 die Krone der Triathleten aufgesetzt. Der Mannheimer gewann den berühmten Ironman auf Hawaii und machte damit den deutschen Hattrick im Insel-Paradies perfekt. Stadler triumphierte nach 3,8 km Schwimmen, 180 km Rad fahren sowie einem Marathon über 42,195 km Laufen in 8:11:57 Stunden vor dem Australier Chris McCormack (8:13:10) und dem entthronten Titelverteidiger Faris Al-Sultan aus München (8:19:05).
"Die letzten Tage waren zum Teil die Hölle. Bei dem Erdbeben hatte ich wirklich gedacht, es ist aus. Aber jetzt ist doch noch alles gut geworden", sagte der Mannheimer fünf Tage nach dem Erdbeben auf Hawaii.
Es war der vierte Erfolg eines Deutschen auf Hawaii. 1994 hatte Thomas Hellriegel (Bruchsal) den Siegreigen auf Big Island eröffnet. 2004 gewann Stadler, ehe er im Vorjahr beim Triumph von Al-Sultan durch einen Defekt auf dem Rad gestoppt wurde.
Streckenrekord auf dem Rad
Diesmal lief für Stadler, der zuletzt beim Ironman Germany in Frankfurt gestürzt war, wieder alles nach Plan. Schon kurz nach dem Wechsel auf dem Rad übernahm der 33-Jährige die Führung, sorgte dort mit einer Geschwindigkeit von 41,86 Stundenkilometern für einen Streckenrekord und verteidigte seinen Vorsprung beim abschließenden Marathon dank einer großen kämpferischen Leistung bis ins Ziel.
"Einige hatten ja im Vorfeld gesagt, dass ich nicht so ein guter Läufer sei. Aber ich habe es allen erneut gezeigt", erklärte der ehemalige Duathlon-Weltmeister mit sichtlicher Genugtuung und bekam als Belohnung einen Kuss von seiner Freundin Sarah Horn.
Al-Sultan nach Problemen zufrieden
Wie bei Stadlers Triumph vor zwei Jahren wurde Titelverteidiger Al-Sultan Dritter. "Ich hatte in der Vorbereitung einige Probleme, deshalb bin ich mit Platz drei zufrieden. Im nächsten Jahr werde ich wieder voll angreifen", sagte der Münchner, der sich für die Siegerehrung sogar seinen Bart abrasierte.
Bei den Frauen setzte sich die Australierin Michellie Jones (9:18:31) vor Desiree Ficker (USA/9:24:02) und der Kanadierin Lisa Bentley (9:25:18) durch. Die Schweizer Titelverteidigerin und siebenmalige Gewinnerin Natascha Badmann (9:38:52) kam diesmal nicht über Rang zehn hinaus.
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