Hopman-Cup: Starker Kiefer kann Niederlage nicht verhindern
zuletzt aktualisiert: 04.01.2006 - 13:07Perth (rpo). Nicolas Kiefer präsentierte sich erneut in unheimlich starker Verfassung, musste den Court dennoch als Verlierer verlassen. Beim Hopman-Cup in Perth setzte es für Deutschland eine 1:2-Niederlage gegen Argentinien, die Chancen auf den Turniersieg sind schlechter denn je.
Drei Tage nach dem 2:1-Auftaktsieg gegen Gastgeber Australien überzeugte Kiefer bei der 18. Auflage der inoffiziellen Mixed-WM mit einem 6:3, 6:3 gegen Gaston Gaudio. Dagegen verlor Anna-Lena Grönefeld 1:6, 0:6 gegen Gisela Dulko. Im abschließenden Mixed dominierten die Argentinier mit 7:5, 6:0.
"Schade, dass wir im Mixed verloren haben. Aber wir hatten keine Chance. Jetzt müssen wir eben die Niederlande schlagen", sagte Kiefer zur Situation vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Michaella Krajicek und Peter Wessels am Donnerstag. Mit einem Erfolg über die sieglosen Australier könnte sich auch Argentinien noch den Gruppensieg und damit den Einzug ins Finale sichern.
Zufrieden war Hopman-Cup-Debütant Kiefer mit seinem Match gegen Gaudio: "Einen French-Open-Sieger zu schlagen, gibt einem viel Selbstvertrauen. Ich habe gut aufgeschlagen, konzentriert und mutig gespielt. Physisch fühle ich mich sehr gut, obwohl ich noch nicht hundertprozentig fit bin", sagte "Kiwi", dem gegen Gaudio 13 Asse gelangen. Im Mixed vergab der 28-jährige Niedersachse mit Grönefeld beim Stand von 5:4 einen Satzball.
Dabei hatte seine Partnerin allerdings mit einem Handicap zu kämpfen. Die Nordhornerin war schon im Einzel gegen die zuvor bei insgesamt fünf Hopman-Cup-Einsätzen sieglose Dulko mit bandagiertem Knöchel und Oberschenkel angetreten. "Ich bin natürlich enttäuscht. Ich habe unter meinen eigenen Erwartungen gespielt. Vor allem mein Aufschlag war furchtbar", sagte Grönefeld, der gegen die Vorjahresfinalistin 34 unnötige Fehler unterliefen. Nur 23 Prozent ihres zweiten Aufschlages brachte sie durch.
Im vergangenen Jahr hatte die 20-Jährige mit dem damals verletzten Tommy Haas den Einzug ins Finale ebenfalls nach einer 1:2-Niederlage gegen Argentinien verpasst. Für deutsche Siege beim Hopman-Cup hatten Steffi Graf und Michael Stich 1993 sowie Anke Huber und Boris Becker 1995 gesorgt. Huber war mit Bernd Karbacher 1994 erst im Finale gescheitert.
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