Schwimmstar fürchtet um Privatsphäre: Steffen: "Ich verstehe den Hype nicht"
zuletzt aktualisiert: 26.04.2010 - 08:04Berlin (RPO). Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen lebt derzeit ihren Traum, fürchtet aber immer mehr um ihre Privatsphäre. "Irgendwie ja. Aber ich habe jetzt auch gelernt, dass ich gar keine Chance habe. Deshalb muss ich für mich einen Weg finden, wie ich damit am besten leben kann", sagte Deutschlands Schwimmstar in einem Interview.
Die Berlinerin musste jüngst schmerzhaft die Kehrseite der sportlichen Erfolge erfahren. Die 26-Jährige wird offenbar von Paparazzi verfolgt. "Als ich an einem Tag früh morgens zum Training kam, saß da ein Fotograf, der mich einfach nur abschießen wollte, weil ich jetzt mit Paul Biedermann zusammen bin", sagte Steffen der "Welt am Sonntag", "ich habe mich danach ohnmächtig gefühlt."
"Liebesleben gehört nicht in den Sportteil"
Steffen und Doppel-Olympiasieger Biedermann (Halle/Saale), die seit Mitte März ein Paar sind, seien laut Steffen erst in einer Phase, in der sie sich richtig kennenlernen würden. "Aber von außen wird uns jetzt schon ein Rucksack aufgesetzt, weil wir ja so super zusammenpassen würden. Ich verstehe den Hype nicht, er befremdet mich sogar. Wir sind Sportler, unser Liebesleben gehört nicht in den Sportteil."
Abgesehen von den Schattenseiten der Popularität verläuft das Leben von Britta Steffen aber in geordneten Bahnen. "Jetzt habe ich das erste Mal in meinem Leben ein eigenes Zuhause, das nur mir allein gehört. Das ist so ein erhabenes Gefühl, ich hätte nie gedacht, dass ich mich dort so wohl fühle. Das ist ein Traum, den ich jetzt lebe", sagte die Doppel-Weltmeisterin und kündigte an: "Und bald pflanze ich einen Apfelbaum."
Olympia 2012 als Ziel
Steffen bekräftigte noch einmal, dass sie auf jeden Fall bis Olympia 2012 weitermachen werde. "Bis dahin will ich das Leben im Leistungssport noch in vollen Zügen genießen", so Steffen, die sich selbst so fühlt, "als wäre ich Anfang 20". Die letzten Jahre seien so schnell vergangen, "dass ich gar nicht mitbekommen habe, dass ich schon 26 Jahre alt bin."
Keine allzu großen Erwartungen verknüpft Britta Steffen mit ihrem Start bei der EM vom 4. bis 15. in Budapest. "Die Frage ist, ob ich bis dahin in der Lage bin, 100 Prozent zu bringen, weil ich in den letzten drei Monaten wegen Krankheiten und Verletzungen nur eingeschränkt trainieren konnte", erklärte Britta Steffen, die in der ungarischen Metropole vier Titel zu verteidigen hat.
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