Die Williams-Schwestern sind die Stars der US Open: "Südwind und Hurricane" auf dem Tennisplatz
zuletzt aktualisiert: 06.09.2004 - 12:03New York (rpo). Wenn es nach Richard Williams geht, steht das Finale der diesjährigen US Open bereits fest: Serena Williams gegen ihre Schwester Venus. Bislang spricht nichts gegen diese Prognose, die Schwestern dominieren die Konkurrenz und mussten bislang noch nicht einmal einen Satzverlust hinnehmen. Um die Dominanz zu verdeutlichen, greift das Oberhaupt des Williams-Clans sogar zu Metaphern aus der Natur.
"Venus bewegt sich wie der Südwind und schlägt die Bälle wie Blitz und Donner. Serena wütet auf dem Feld wie ein Hurricane", sagte der Vater des wohl erfolgreichsten Schwesternpaares der Tennisgeschichte. Er ist zuversichtlich, dass der bisherige Triumphzug durch die US OPen fortgesetzt wird.
Schwere Gegnerinnen warten
Allerdings stehen beiden in der nächsten Runde harte Prüfsteine aus dem eigenen Land im Weg. Die auf Platz zwölf der Weltrangliste abgerutsche Venus bekommt es in der Nacht zum Dienstag im Achtelfinale mit Geheimfavoritin Lindsay Davenport zu tun, Serena trifft wenige Stunden später im Viertelfinale auf Jennifer Capriati.
Die jüngere Williams, deren umstrittene Outfits in Flushing Meadows für mehr Schlagzeilen sorgten als ihr nicht mehr ganz taufrisches Spiel, hätte im übrigen auf Anraten ihres Hausarztes auf die US Open verzichten sollen. Die Folgen einer Knieverletzung sorgten bereits für die Olympia-Absage. Laut Williams wäre ein Verzicht auf ihr Lieblingsturnier in New York aber ein zu hoher Preis gewesen: "Wenn sich die Besten der Welt treffen, will ich einfach dabei sein. Eine Absage stand nie zur Debatte."
Im Schatten der Amerikanerinnen arbeiten Olympiasiegerin Justine Henine-Hardenne (Belgien) und Amelie Mauresmo (Frankreich) beinahe heimlich, still und leise an ihrem US-Open-Coup. Die Weltranglistenerste Henin-Hardenne traf am Montag im Achtelfinale auf Nadia Petrowa, eine von vier verbliebenen Russinen, für Mauresmo sollte ihr 6:4, 6:2 über Francesca Schiavone (Italien) nur Zwischenstation zum ersten Grand-Slam-Titel und dem damit verbundenen Sprung an die Spitze der Weltrangliste sein.
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