Waske komplettiert Davis-Cup-Team: Teamchef Patrik Kühnen setzt auf Routine
zuletzt aktualisiert: 31.03.2004 - 14:06Alsdorf (rpo). Hinsichtlich einer Nominierung für die deutsche Davis-Cup-Auswahl haben Nachwuchsspieler bei Teamchef Patrik Kühnen derzeit alles andere als leichtes Spiel. Kühnen berief für die Begegnung mit Israel am Osterwochenende in Alsdorf neben den etablierten Rainer Schüttler (Korbach), Nicolas Kiefer (Hannover) und Tommy Haas (Hamburg) den 29-jährigen Frankfurter Alexander Waske.
Diese Maßnahme hatte schon beim verlorenen Playoff-Match im September 2003 gegen Weißrussland in Sundern nicht zwingend Erfolg gebracht. "Ich brauche einen Doppel-Spezialisten, und Alexander hat in den letzten zwei Monaten vier Turniere im Doppel gewonnen", begründete Kühnen seine nicht unbedingt nachvollziehbare Entscheidung.
In der Tat hat Alexander Waske vier Turniere gewonnen, nämlich die Challengers in Cherbourg (mit Michal Mertinak/Slowakei), Besancon (mit Rogier Wassen/Belgien), Wrexham (mit Jaroslav Levinsky/Tschechien) und Sarajevo (mit Levinsky). Im gleichen Zeitraum stand beispielsweise Karsten Braasch, in der Doppel-Rangliste der ATP als Nummer 67 immerhin 37 Plätze vor Waske notiert, unter anderem im Achtelfinale der Australian Open in Melbourne und im Halbfinale von San Jose. "Es ist Patriks Entscheidung", sagte Braasch leicht frustriert: "Er hat wegen Michael Kohlmanns Verletzung am Ende zwischen Alex und mir entschieden, also was soll's."
Mayer und Kohlschreiber müssen warten
Entschieden hat sich also Kühnen zwischen Waske (29), Kohlmann (30) und Braasch (37) - der 21-jährige Florian Mayer (Bayreuth) oder der ein Jahr jüngere Philipp Kohlschreiber (Bamberg), die in diesem Jahr auf der ATP Tour bereits mit guten Resultaten auf sich aufmerksam gemacht haben, standen nicht zur Diskussion. Zwar sind beide keine ausgewiesenen Doppel-Spezialisten, doch bei normalem Verlauf wird der vierte Mann im Team ohnehin kaum zum Einsatz kommen. "Es ist nicht auszuschließen, dass einer der Spieler an allen drei Tagen auf dem Platz steht", sagte Kühnen.
Wer das sein wird, dazu wollte sich der Teamchef noch nicht äußern. Selbst der in den letzten Wochen äußerst erfolgreiche Miami-Viertelfinalist Nicolas Kiefer sei nicht gesetzt: "Ich entscheide das vor Ort, es kommt auch darauf an, wie sich jeder Einzelne auf die äußeren Bedingungen einstellt." Nach derzeitigem Stand ist es durchaus möglich, dass Kühnen Kiefer und Haas die Einzel gegen Noam Okun und Harel Levy spielen lässt und das Doppel Schüttler/Kiefer gegen Israels Wimbledon-Halbfinalisten Jonathan Erlich und Andy Ram auf den Platz schickt.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







