"Er ist der beste Spieler der Welt": Tennis: Agassi im Finale von San Jose
zuletzt aktualisiert: 16.02.2003 - 16:35Neuss (rpo). Der unschlagbare Andre Agassi: Der Australian-Open-Gewinner besiegte im Halbfinale des ATP-Turniers im kalifornischen San Jose der US-Hoffnung James Blake mit 6:4, 6:2 und blieb im 11. Einzel des Jahres unbesiegt.
Andre Agassi gibt der Konkurrenz Rätsel auf. "Was soll man da machen", sagte James Blake nach dem verlorenen Halbfinale beim Tennisturnier in San Jose. "Er schlägt die Bälle so unheimlich hart und ist so flink auf den Beinen, da hat man nicht den Hauch einer Chance." Mit 4:6, 2:6 zog der an Nummer drei gesetzte Amerikaner gegen seinen übermächtigen Landsmann im Halbfinale den Kürzeren und meinte: "Andre ist für mich die absolute Nummer eins."
In der fortlaufenden Weltrangliste ist Tennis-Dino Agassi hinter dem Australier Lleyton Hewitt Zweiter. Dabei hat der Australian-Open- Sieger in diesem Jahr noch nicht eines seiner elf Matches verloren. "Andre der Unbesiegbare", hieß es in Kalifornien. Und nicht nur sein finaler Gegner am Montagmorgen deutscher Zeit, der Italiener Davide Sanguinetti, fand: Je oller desto doller.
Nur vier Spieler schafften im reiferen Sportleralter mehr Turniersiege auf der ATP-Tour als der fast 33-Jährige. Hinter Rod Laver (44), Ken Rosewall (29), Arthur Ashe (20) und Jimmy Connors (15) rangiert er mit zehn Titeln auf Position fünf. Gegen Sanguinetti sollte mit dem fünften Erfolg in San Jose ein weiterer hinzukommen. "Andre spielt unglaublich", meinte der Italiener, der die bisher drei Vergleiche verloren hat, mit vorauseilendem Respekt. "Er will jedes Match gewinnen und ist mehr denn je hungrig auf Siege."
"Es geht mir so gut wie noch nie", sagte Agassi erst kürzlich. Die Gründe dafür sind Ehefrau Steffi Graf und Sohn Jaden Gil, die ihn auf die Turnierplätze dieser Welt begleiten. Der einstige Exzentriker und Tennis-Pirat ruht in sich, und das bekommt die Konkurrenz zu spüren. Manchmal aber auch die Familie, wenn der Erfolg den "Unbesiegbaren" übermütig macht und von einem familiären Mixed-Spektakel träumen lässt. Dann gibt es sogar mal Stress im Hause Graf/Agassi.
Unbesiegbar wie Agassi ist in diesem Jahr bislang auch die Australian-Open-Siegerin der Damen - und sie will es bis zum Ende der Saison bleiben. Serena Williams gewann nach Melbourne vor acht Tagen auch in Paris den Titel - und elf Matches nacheinander. Ihre Schwester Venus, die am Sonntag im Finale von Antwerpen vor 14 400 Zuschauern Kim Clijsters (Belgien) mit 6:2, 6:4 keine Chance ließ, sagte ihre Teilnahme am WTA-Turnier in Dubai in der kommenden Woche ab.
Während in Vina del Mar der Spanier David Sanchez sein erstes ATP- Finale gegen den heimischen Tennis-Rüpel Marcelo Rios aus Chile bestritt, setzte sich in Marseille der Schweizer Roger Federer im Endspiel gegen den Schweden Jonas Björkman mit 6:2, 7:6 (8:6) durch. Fünf Monate nach seinem letzten Turniersieg machte der Schweizer seine finale Niederlage von vor drei Jahren - damals gegen seinen Landsmann Marc Rosset im Tiebreak des dritten Satzes - vergessen
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