Mülheimer verliert 1:6, 0:6 gegen Argentinier: Tennis: Burgsmüller ohne Chance gegen Canas
zuletzt aktualisiert: 03.10.2004 - 12:30Schanghai (rpo). Lars Burgsmüller stand im Finale von Schanghai auf verlorenem Posten: Gegen den an Nummer drei gesetzten Argentinier Guilermo Canas setzte es eine derbe 1:6, 0:6-Niederlage.
Der 28-jährige gebürtige Mülheimer unterlag dem an Nummer drei gesetzten Argentinier Guillermo Canas in nur 57 Minuten mit 1:6, 0:6. "Er hat sehr gut und fast fehlerlos gespielt, ich dagegen habe viele Fehler gemacht", sagte Burgsmüller, dem es auch nicht half, als er zu Beginn des zweiten Satzes sein weißes gegen ein schwarzes Hemd tauschte.
Burgsmüller, der von Beginn an auf konsequentes Angriffstennis setzte, hatte gegen die präzisen Grundschläge und das enorme Laufpensum seines zwei Jahre jüngeren Gegners keine Chance. Der Deutsche gewann sein erstes Aufschlagspiel zum 1:0 im ersten Satz, doch fortan übernahm Canas das Kommando und verwandelte nach weniger als einer Stunde seinen ersten Matchball.
Für Canas war es der dritte Turniersieg in diesem Jahr nach Umag und Stuttgart. 2003 war der Argentinier nach einer Operation am rechten Handgelenk weitgehend außer Gefecht gesetzt, mittlerweile ist er auf dem besten Weg in die Top Ten. Von seinen letzten 19 Matches gewann Canas 18, die einzige Niederlage kassierte er in der dritten Runde der US Open gegen Andy Roddick (USA).
Jener Roddick verlor in Bangkok in diesem Jahr zum dritten Mal nach Wimbledon und Toronto ein Finale gegen den übermächtigen Roger Federer. Der Schweizer wies den Amerikaner im Duell der beiden an Nummer eins und zwei gesetzten Spieler mit 6:4, 6:0 mühelos in die Schranken, feierte seinen zehnten Turniersieg in diesem Jahr und verbesserte seine Einzelbilanz 2004 auf 69 Siege in 75 Matches. 51 dieser 69 Siege verbuchte Federer ohne Satzverlust.
Es war zudem in seinem zwölften Finale hintereinander der zwölfte Sieg, zuletzt verlor der Schweizer im Juli 2003 das Endspiel von Gstaad gegen den Tschechen Jiri Novak. Zwölf Siege in zwölf Finals in Serie gelangen bislang in der Geschichte der "Open Era" seit 1968 nur dem großen Schweden Björn Borg (1979/80) und US-Rüpel John McEnroe (1984/85).
Im südchinesischen Guangzhou vollbrachte die 22-jährige Li Na Historisches. Sie holte durch ein 6:3, 6:4 im Finale gegen die Slowakin Martina Sucha den ersten WTA-Titel der Geschichte nach China, wo das Frauentennis nicht erst seit dem Olympiasieg des Doppels Ting Li/Tian Tian Sun gewalig auf dem Vormarsch ist.
Auf dem Vormarsch ist auch Wimbledonsiegerin Maria Scharapowa, die erstmals seit ihrem Überraschungscoup im Juli in London wieder ein Turnier gewann. Im Finale von Seoul brauchte die 17-jährige Russin nur 53 Minuten zum 6:1, 6:1 gegen die ein Jahr ältere Polin Marta Domachowska. 300.000 Dollar Antrittsgeld hatten Scharapowa nach Südkorea gelockt, die Investition zahlte sich aus. Bei allen Matches der Russin war der 8000 Zuschauer fassende Centre Court ausverkauft.
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