WTA-Turnier in Filderstadt: Tennis: Davenport und Mauresmo stehen im Finale
zuletzt aktualisiert: 09.10.2004 - 16:30Filderstadt (rpo). Das Finale mit 56.000 Dollar dotierten WTA-Turniers in Filderstadt bestreiten Amelie Mauresmo und Lindsey Davenport am Sonntag (13 Uhr). Nachdem die Französin Mauresmo im ersten Halbfinale die Russin Swetlana Kusnetsowa mit 7:5 und 6:4 bezwungen hatte, gewann die US-Amerikanerin Davenport mit 6:2 und 6:4 gegen Anastasia Myskina (Russland).
Mauresmo geht als Nummer eins der Weltrangliste ins Endspiel. Dort kann die 25 Jahre alte Olympiazweite von Athen ihre Spitzenposition auch nicht verlieren, sollte Lindsey Davenport zum zweiten Mal nach 2001 den Sieg und eine Luxuskarosse im Wert von 85.200 Euro gewinnen.
Seit dem 13. September dieses Jahres ist Amelie Mauresmo damit die Nummer eins, muss diese Position aber schon in der kommenden Woche gegen Lindsay Davenport beim Turnier in Moskau erneut verteidigen. Die amerikanische Olympiasiegerin von 1996 konnte in dieser Woche ihren Abstand verringern und hat gute Chancen, noch in diesem Jahr wieder an der Spitze des Damen-Tennis zu stehen. Zuletzt war sie am 13. Januar 2002 Erste der Rangliste.
Mauresmo stoppt Vormarsch der Russinnen
Amelie Mauresmo konnte in Filderstadt den Vormarsch der Russinnen zunächst einmal stoppen. Ihre erst 19 Jahre alte Kontrahentin aus St. Petersburg verlangte ihr alles ab und hatte es mehrmals in der Hand, das Match für sich zu entscheiden. Swetlana Kusnetsowa scheiterte als Siegerin der US Open und Fünfte der Weltrangliste immer wieder an leichten Bällen. Im zweiten Satz startete sie mit einem 3:0, ehe die Französin den Spieß umdrehte.
"Ich wusste, ich habe die Waffen, um zurückzukommen", meinte Mauresmo, die im ersten Satz ihren ersten Breakball verwandeln konnte, während Kusnetsowa deren acht nicht nutzen konnte. "Ich denke, dies war mitentscheidend", resümierte Mauresmo, die noch nie ein Grand-Slam-Turnier gewinnen konnte.
French-Open-Siegerin Myskina erhielt vor allem im ersten Satz eine Lehrstunde von der in der Weltrangliste zwei Plätze vor ihr notierten Lindsay Davenport, die ihre ganze Routine in die Waagschale warf. Nach einem schwachen Start, fand die Russin besser ins Spiel und revanchierte sich zunächst im zweiten Satz, ehe Davenport nach einem 1:4-Rückstand keinen Spielgewinn mehr zuließ. Damit schieden alle sieben im Hauptfeld gestarteten Russinnen in Filderstadt vorzeitig aus.
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