97. German Open in Berlin: Tennis: Mauresmo und Williams folgen Capriati ins Halbfinale
zuletzt aktualisiert: 07.05.2004 - 15:01Berlin (rpo). Bei den 97. German Open in Berlin hat die US-Amerikanerin hat Jennifer Capriati das Halbfinale erreicht. Die 28-Jährige setzte sich deutlich gegen die Russin Anastasia Myskina durch. Ebenfalls in der Vorschlussrunde stehen Venus Williams (USA) und Amelie Mauresmo (FRA).
Die US-Girls Venus Williams und Jennifer Capriati ließen sich vom launischen Aprilwetter nicht beeindrucken. Während die 28-jährige Capriati trotz Regen überraschend wenig Mühe beim 6:3, 6:2 gegen die Russin Anastasia Myskina hatte, kämpfte sich die ältere der Williams-Schwestern auf dem Außencourt B mit einem 7:6 (7:5), 5:7, 6:2-Arbeitssieg über die Argentinierin Paola Suarez zum ersten Mal in Berlin in die Runde der letzten Vier. Dort trifft die 23-Jährige, die ihre beiden vorigen Turniere in Charleston und Warschau gewann, auf Karolina Sprem. Die Kroatin besiegte die Australian-Open-Finalistin Fabiola Zuluaga aus Kolumbien 6:3, 6:3.
Für Capriati, die bei ihrem neunten Berlin-Auftritt bereits zum sechsten Mal das Halbfinale erreichte, dürfte der Weg ins Endspiel erheblich schwerer sein. In einer Neuauflage des Berlin-Finals von 2001 trifft sie auf die damalige Siegerin Amelie Mauresmo aus Frankreich, die sich mit Mühe 6:7 (5:7), 6:3, 6:1 gegen Swetlana Kusnetsowa aus Russland durchsetzte.
Capriati vom eigenen Fitnesszustand überrascht
Doch zunächst überwog bei Capriati die Freude über die eigene Form. "An so einem Tag mit tiefem Boden und schweren Bällen schießt man keinen Gegner vom Platz. Deshalb bin ich mit dem Sieg sehr zufrieden. Ich bin selbst fast über meinen Fitnesszustand überrascht", erklärte Capriati. Noch am Tag zuvor hatte sie gegen die 17 Jahre alte Russin Maria Scharapowa ein Dreisatzmatch bestritten.
Nach vielen Verletzungen hilft ihr beim Comeback auch die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Steffi-Graf-Coach Heinz Günthardt aus der Schweiz, der einst zu den besten Doppelspielern der Welt gehörte. "Er ist sehr erfahren und verbessert hoffentlich meine Stärken. Aber große Veränderungen wird es nicht geben, schließlich ist Tennis keine Gehirnchirurgie", sagte die Olympiasiegerin von Barcelona 1992.
Weniger zufrieden mit ihrer Form war Venus Williams, die auf dem windigen Court B jederzeit das Tempo bestimmte, aber auch sehr viele leichte Fehler einstreute. Im Tie-Break des ersten Satzes profitierte sie beim Stand von 5:5 von zwei leichten Fehlern ihrer ansonsten tapfer kämpfenden und solide spielenden Gegnerin. Bis dahin hatte sich auch auf der Anlage rumgesprochen, dass die Partie auf Grund der unsicheren Wetterlage parallel zum Mauresmo-Match ausgetragen wurde. Im dritten Satz entdeckte Williams ihr Kämpferherz und holte sich trotz 0:40-Rückstand das vorentscheidende Break zum 5:2.
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