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Zweiter Erfolg für Amerikaner in Folge: Tennis: Roddick siegt in Cincinnati

zuletzt aktualisiert: 18.08.2003 - 08:25

Cincinnati (rpo). Andy Roddick hat in in Cincinnati sein zweites Tennis-Masters in Folge gewonnen. Der Amerikaner siegte in einem dramatischen Finale gegen seinen Landsmann und Freund Mardy Fish. Beim WTA-Turnire in Toronto war Justine Henin-Hardenne erfolgreich.

Eine Woche vor Beginn der US Open hat sich Andy Roddick mit seinem zweiten Masters-Sieg in Folge endgültig in die Favoritenrolle für das letzte Grand Slam-Turnier des Jahres gespielt. Der 20 Jahre alte Tennis-Profi aus Boca Raton in Florida setzte sich am Sonntag in Cincinnati in einem dramatischen und hochklassigen Endspiel gegen seinen Freund Mardy Fish nach 2:29 Minuten mit 4:6, 7:6 (7:3), 7:6 (7:4) durch. Für seinen fünften diesjährigen Turnier- Erfolg kassierte der an Nummer sieben gesetzte US-Boy nicht nur die Siegprämie von 400 000 Dollar, sondern übernahm mit 607 Punkten auch die Führung im ATP Champions Race vor Wimbledon-Sieger Roger Federer (Schweiz/599). Vor sieben Tagen hatte Roddick in Montreal sein erstes Masters gewonnen.

Nahtlos will das Energiebündel mit den Kanonenaufschlägen nun in New York seinen ersten Grand Slam-Triumph folgen lassen. "Ich habe das Selbstvertrauen, um auch das zu schaffen. Allerdings ist das ein völlig neues Turnier. Es beginnt alles bei Null. Ich brauche jetzt ein paar Tage zum Kraft tanken, um für die neue Herausforderung fit zu sein", meinte Roddick, der seit nunmehr zwölf Spielen ungeschlagen ist. Seit seiner Zusammenarbeit nach dem Erstrunden-Aus bei den French Open mit Brad Gilbert, dem langjährigen Erfolgstrainer von Andre Agassi, hat er von 32 Spielen überhaupt nur zwei verloren.

Zwei Matchbälle abgewehrt

Im Finale gegen Fish, seinen neun Monate älteren Kompagnon aus Tampa, der in sein erstes Masters-Finale durch ein 7:6 (7:4), 7:6 (8:6) über Rainer Schüttler (Bad Homburg) eingezogen war, hatte Roddick die dritte Niederlage gedroht. Nach dem für ihn "frustrierenden ersten Satzverlust" konnte er im alles entscheidenden Satz beim Stand von 4:5 zwei Matchbälle abwehren und sich in den Tiebreak retten, den er mit 7:4 für sich entschied. "Mardy hat sehr konstant gespielt und super serviert. Ich dachte mir, irgendwie musst du in den Tiebreak kommen, dann ist alles möglich", schilderte Roddick seine Strategie.

"Es ist hart, jemanden in den Hintern zu treten, den man wirklich mag", meinte Roddick nach dem Nerven aufreibenden Duell mit seinem einstigen Highschool-Kollegen, der während der Schulzeit zusammen mit ihm in einem Haus in Florida gewohnt hat. "Ich kenne Andy besser als jeder andere, und ich denke, er weiß genau, dass er mich nicht verängstigen kann. Ich wusste definitiv, dass ich ihn schlagen kann. Dass ich keinen Matchball nutzen konnte, war natürlich bitter", bilanzierte Fish traurig. Seit dem Auftaktsieg in Cincinnati gegen Mark Philippoussis (Australien) hat er 74 Aufschlagspiele in Folge durchgebracht.

Henin-Hardenne in Toronto erfolgreich

French-Open-Siegerin Justine Henin-Hardenne hat das WTA-Turnier im kanadischen Toronto gewonnen. Im Finale ließ die Weltranglistendritte aus Belgien ihrer russischen Gegnerin Lina Krasnorutskaja beim 6:1, 6:0 keine Chance. Die 21 Jahre alte Henin-Hardenne verbuchte damit ihren sechsten Saisonsieg und den insgesamt 12. Titelgewinn auf der Tour.

Krasnorutskaja stand erstmals in ihrer Karriere im Endspiel eines WTA-Turniers. Auf dem Weg dorthin schlug sie unter anderem im Achtelfinale die Weltranglistenerste Kim Clijsters in drei Sätzen.


 
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