Bad Homburger gewinnt gegen Gambill: Tennis: Schüttler erreicht in Miami dritte Runde
zuletzt aktualisiert: 22.03.2003 - 10:37Key Biscayne (rpo). Als einziger Deutscher behauptet sich Tennis-Profi Rainer Schüttler beim Masters in Miami. Er hat die dritte Runde erreicht.
Nach einer souveränen Vorstellung besiegte Rainer Schüttler (Bad Homburg) in der Nacht zum Freitag beim mit 3,25 Millionen Dollar dotierten Masters in Key Biscayne den Amerikaner Jan-Michael Gambill nach 1:25 Stunden mit 6:2, 6:3. Nächster Gegner ist der Tscheche Radek Stepanek.
"Rainer hat phasenweise Traum-Tennis gespielt", schwärmte Trainer Dirk Hordorff. Sein Schützling selbst war auch hochzufrieden. "Besser hätte das erste Spiel kaum laufen können. Ich bin selbst etwas überrascht, wie souverän ich weitergekommen bin", sagte Schüttler, der nach dem enttäuschenden Erst-Runden-Aus von Nicolas Kiefer (Holzminden) als einziger Deutscher noch im Wettbewerb steht.
Gleiches konnte der Weltranglisten-Erste Lleyton Hewitt nicht von sich sagen. Der Weltmeister aus Australien, der an den zurückliegenden beiden Wochenenden die Turniere in Scottsdale und Indian Wells gewonnen hatte, scheiterte nach zwölf siegreichen Spielen hintereinander sensationell an dem Qualifikanten Francisco Clavet mit 4:6, 4:6. Der achtmalige ATP-Turniersieger aus Spanien, der an 178. Position der Weltrangliste steht, ist mit 34 Jahren der älteste Profi im Feld und beendet nach der Saison seine Laufbahn.
Lebensmittelvergiftung stoppt Hewitt
"Ich habe mich nicht gut gefühlt und konnte nicht das Spiel spielen, was ich gewohnt bin", sagte der 22-jährige Hewitt, der sich am Vorabend eine leichte Lebensmittelvergiftung zugezogen und die ganze Nacht kaum ein Auge zugemacht hatte. Der Überraschungssieger war überglücklich und meinte: "Trotz meiner 15 Profi-Jahre bin ich noch immer motiviert wie am ersten Tag. Matches wie heute sind der Grund, warum ich noch auf dem Court stehe. Ich liebe es, als Underdoog zu spielen", sagte der in diesem Jahr noch sieglose Clavet, der in der dritten Runde auf den Südkoreaner Hyung-Taik Lee trifft.
Von den gesetzten Spielern mussten auch Sebastien Grosjean (Frankreich/11), Alex Corretja (Spanien/16) und Tim Henman (Großbritannien/18) ihre Sachen packen. Grosjean unterlag Mardy Fish (USA) mit 4:6, 6:7 (3:7). Corretja zog gegen Fishs Landsmann Robby Ginepri mit 6:4, 6:7 (5:7), 2:6 den Kürzeren, und Henman musste sich Nicolas Escude (Frankreich) mit 3:6, 4:6 geschlagen geben.
Beim 2,95 Millionen Dollar dotierten WTA-Turnier scheiterte zum Auftakt von den Favoritinnen die als Nummer 5 gesetzte Daniela Hantuchova. Die Slowakin verlor gegen Alicia Molik (Australien) mit 6:2, 5:7, 0:6. Die top-gesetzte Serena Williams (USA) setzte sich gegen Francesca Schiavone (Italien) mit 7:5, 6:1 durch. Indian-Wells- Gewinnerin Kim Clijsters (Belgien/3) war gegen Yoon Jeong Cho mit 6:2, 6:2 erfolgreich, und die von ihr am vorigen Wochenende im Finale bezwungene Lindsay Davenport (USA/7) besiegte Cristina Torrens Valero (Spanien) mit 6:2, 6:1. Die Amerikaner Monica Seles (10), Siegerin in Key Biscayne 1990 und 1991, zog sich ohne einen Aufschlag wegen einer Verletzung im linken Fuß vom Turnier zurück.
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