Daviscup: Titelverteidiger droht das Aus
zuletzt aktualisiert: 04.03.2005 - 22:09Neuss (rpo). Der Davis-Cup hat seine eigenen Gesetze. Nach dem Sieg im Vorjahr droht Spanien in der ersten Runde der Weltgruppe das frühe Aus. Beim Gastspiel in der Slowakei liegen die Iberer mit nach den Einzeln mit 0:2 hinten. Australien glückte hingegen ein Auftakt nach Maß.
Zunächst unterlag Feliciano Lopez 4:6, 5:7, 3:6 gegen Karol Beck, anschließend kassierte Fernando Verdasco beim 3: 6, 4:6, 7:6 (9:7), 3:6 gegen Dominik Hrbaty das 0:2. Die Slowaken waren erst mit einem 3:2 im Playoff-Duell gegen Deutschland im September in die Weltgruppe aufgestiegen.
Ein Auftakt nach Maß glückte dagegen dem 28-maligen Champion Australien. Dank eindrucksvoller Vorstellungen von Australian-Open-Finalist Lleyton Hewitt und Wayne Arthurs führen die Gastgeber im Duell gegen Österreich nach dem ersten Tag 2:0 und haben den Viertelfinaleinzug dicht vor Augen. Auf dem Rasenplatz im Olympia-Park von Sydney sorgte Hewitt mit einem 6:2, 6:3, 6:4 gegen Alexander Peya in seinem ersten Match seit der Finalniederlage bei den Australian Open gegen den Russen Marat Safin mit seinem 23. Daviscupsieg in Folge für die Führung. Anschließend erhöhte Arthurs mit einem 7:6 (7:5), 6:2, 6:4 über Jürgen Melzer auf 2:0.
Argentinien schon fast weiter
Auch Mitfavorit Argentinien steht bereits mit einem Bein in der nächsten Runde. Gegen Tschechien brachten David Nalbandian (4: 6, 6:2, 6:3, 6:4 gegen Jiri Novak) und French-Open-Finalist Guillermo Coria (6:3, 3:6, 6:0, 6:3 gegen Thomas Berdych) die Gastgeber in Buenos Aires mit 2:0 in Führung. Ebenfalls 2:0 führen die Niederländer gegen die ohne Roger Federer angetretenen Schweizer in Freiburg. Sjeng Schlaken mit einem Fünfsatzsieg über Marco Chiudinelli und Peter Wessels mit einem Dreisatzerfolg über Stanislas Wawrinka sorgten für die Punkte.
In Straßburg gab es dagegen bereits am ersten Tag den erwartet harten Kampf zwischen Gastgeber Frankreich und dem siebenmaligen Champion Schweden. Zunächst verlor der erst kurzfristig fit gewordene US-Open-Halbfinalist Joachim Johansson gegen Paul-Henri Mathieu überraschend deutlich mit 3:6, 4:6, 2:6, anschließend glich Thomas Johansson mit einem 6:4, 6:4, 7:6 (7:1) über Wimbledon-Halbfinalist Sebastien Grosjean aus.
Auf den Viertelfinaleinzug darf auch Russland beim Heimspiel in Moskau gegen Chile hoffen. Marat Safin machte für den Daviscup-Sieger von 2002 mit einem 6:1, 3:6, 6:3, 7:6 (7:4)-Erfolg über Adrian Garcia die 6:7 (4:7), 7:5, 3:6, 6:7 (4:7)-Niederlage von Michail Juschni im ersten Einzel gegen Fernando Gonzalez wett. Das Doppel beim Stand von 1:1 bestreiten am Samstag Nikolai Dawidenko/Igor Andrejew gegen Gonzalez/Garcia.
Ebenfalls noch nicht entschieden ist die Partie der Außenseiter Rumänien und Weißrussland in Bukarest. Nachdem Max Mirnyi die Gäste mit einem Viersatzsieg über Victor Hanescu in Führung gebracht hatte, glich Andrei Pawel in drei Sätzen gegen Wladimir Woltschkow aus.
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