Rallye Dakar: Tod eines Jungen überschattet Sieg von Alphand
zuletzt aktualisiert: 13.01.2006 - 16:00Labe (rpo). Der Franzose Luc Alphand hat auf der 13. Etappe der 28. Rallye Dakar seinen zweiten Tagessieg eingefahren und sich im Gesamtklassement eine gute Ausgangsposition auf den Gesamtsieg geschaffen. Der Mitsubishi-Pilot siegte auf dem 348 Kilometer langen Tagesabschnitt von Labe/Guinea nach Tambacounda/Senegal in 4:30:15 Stunden. Überschattet wurde die Etappe aber vom Tod Kindes.
Auf den Rängen zwei und drei folgten die VW-Asse Carlos Sainz/Andreas Schulz (Spanien/München/0:50 Minuten zurück) und Giniel de Villiers/Tina Thörner (Südafrika/Schweden/1:42) jeweils in einem Touareg. De Villiers hat als Zweiter der Gesamtwertung mit nur 22:13 Minuten Rückstand auf Alphand damit weiter die Chance, den Gesamtsieg noch für sein Team zu holen.
Das 14. und vorletzte Teilstück führt am Samstag über 254 Wertungskilometer von Tambacounda bereits in den Zielort Dakar, wo am Sonntag das Finale auf dem Programm steht.
Das zweite Todesopfer der diesjährigen Rallye war am Freitag ein zehn Jahre alter Junge. Nach 25 Wertungskilometern wurde Boubacar Diallo nahe der Ortschaft Kourahoye vom Rennauto des Letten Maris Saukans erfasst. Der Junge starb auf dem Weg ins Krankenhaus im Rettungshubschrauber. Vor vier Tagen war der australische Motorrad-Fahrer Andy Caldecott bei einem Sturz auf der 9. Etappe ums Leben gekommen.
Den Tagessieg bei den Motorrädern sicherte sich der Italiener Giovanni Sala auf KTM. Sein in der Gesamtwertung führender Markenkollege Marc Coma (Spanien) wurde Vierter.
28. Rallye Dakar, 13. Etappe über 348 Wertungskilometer von Bamako/Mali nach Labe/Guinea:
Automobil-Wertung:
1. Luc Alphand/Gilles Picard (Frankreich) Mitsubishi 4:30,15 Stunden
2. Carlos Sainz/Andreas Schulz (Spanien/München) VW Touareg 0:50 Minuten zurück
3. Daniel de Villiers/Tina Thörner (Südafrika/Schweden) VW Touareg 1:42
4. Bruno Saby/Michel Perin (Frankreich) VW Touareg 10:19
5. Nani Roma/Henri Magne (Spanien/Frankreich) Mitsubishi 11:45
6. Thierry Magnaldi/Arnaud Debron (Frankreich) Schlesser-Ford 14:28
7. Carlos Sousa/Jean Marie Lurquin (Portugal/Belgien) Nissan 18:55
8. Eric Vigouroux/Winocq (Chevrolet) 28:19
9. Mark Miller/Dirk von Zitzewitz (USA/Karlshof) VW Touareg 33:17,
10. Guerlain Chicherit/Matthieu Baumel (Frankreich) BMW 34:55
Motorrad-Wertung:
1. Giovanni Sala (Italien) KTM 5:03:49 Stunden
2. Cyril Despres (Frankreich) KTM 3:12 Minuten zurück
3. Alain Duclos (Frankreich) KTM 3:32
4. Marc Coma (Spanien) KTM 4: 35
5. Jonah Street (USA) KTM 6:28
6. Jordi Viladoms (Spanien) 8:05
Automobil, Gesamtwertung:
1. Alphand/Picard 50:56,07 Stunden
2. de Villiers/Thörner 20:13 Minuten zurück
3. Roma/Magne 1:32:31 Stunden
4. Miller/von Zitzewitz 3:33,10
5. Sousa/Lurquin 5:24,01
6. Saby/Perin 8:09,47
7. Magnaldi/Debron 8:26,53
8. Chicherit/Baumel 8:40,05
9. Sainz/Schulz 9:47,53
10. Vigouroux/Winocq 51:51,52
Motorrad, Gesamtwertung:
1. Coma 52:09:45 Stunden
2. Despres 31:16 Minuten zurück
3. Sala 1:40,40 Stunden zurück,
4. Chris Blais (USA) KTM 2:12:14
5. Duclos 3:57,32
6. David Casteu (Frankreich) KTM 5:45,36
14. Etappe (14. Januar): Tambacounda/Senegal - Dakar (634 km/254 km WP)
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