Australian Open: Tommy Haas ist draußen
zuletzt aktualisiert: 19.01.2005 - 08:14Melbourne (rpo). Tommy Haas hat bei den Australian Open erfolglos gegen den Slowaken Karol Beck um den Einzug in Runde drei gekämpft. Am frühen Morgen verlor er nach harten fünf Sätzen. Höhepunkt heute ist das Duell Andre Agassi gegen Rainer Schüttler. Agassi beendete 2003 jäh die Träume des Deutschen auf seinen ersten Grand Slam-Titel. Doch diesmal will Schüttler ihn schlagen.
Vor zwei Jahren hatte sich Schüttler trotz seiner 2:6, 2:6, 1:6-Endspiel-Niederlage in die Herzen der deutschen Tennisfans gespielt. Und wäre damals nicht der überragende Agassi gewesen, Schüttler wäre der dritte deutsche Grand-Slam-Sieger. "Vielleicht spiele ich mich in einen Rausch" Dennoch war es das größte Match seiner Karriere, und der mittlerweile 28 Jahre alte Schüttler ist gespannt auf die Neuauflage. "Wer weiß, was passiert", sagt er: "Vielleicht spiele ich mich in einen Rausch, weil ich mich so darüber freue, wieder gegen Andre zu spielen. Er ist einer der Größten, die es je gegeben hat."
Indes ist der Aufsteiger 2004 zwar raus, aber ein Herren-Quartett mit Damenbegleitung hat die Schmach der deutschen Tennisprofis bei den Australian Open vom vergangenen Jahr wieder getilgt. Zwar kassierte der gesundheitlich angeschlagene Florian Mayer aus Bayreuth am Dienstag eine bittere 1:6, 2:6, 0:6-Pleite gegen James Blake (USA), dafür folgte sein Münchner Trainingspartner Philipp Kohlschreiber den Daviscupspielern Tommy Haas und Rainer Schüttler sowie Björn Phau in die zweite Runde, die auch Anna-Lena Grönefeld am Montag erreicht hatte.
Sieg des Debütanten
Die benötigte Philipp Kohlschreiber ohnehin nicht. Der Australian-Open-Debütant zog durch ein 7:6 (7:2), 6:2, 6:1 gegen den Dänen Kenneth Carlsen in die nächste Runde ein und trifft dort auf den zweifachen Olympiasieger Nicolas Massu (Chile) oder Antony Dupuis (Frankreich).
Ausgeschieden sind dagegen Lars Burgsmüller aus Mülheim und Marlene Weingärtner aus Leimen. Burgsmüller unterlag dem Russen Igor Andrejew 6:7 (2:7), 1:6, 2:6. Weingärtner verlor gegen die Italienerin Tathiana Garbin 5:7, 6:7 (5:7).
Anna-Lena Grönefeld aus Nordhorn hat bei den Australian Open der Tennisprofis in Melbourne als erste Deutsche die dritte Runde erreicht. Die 19-Jährige bezwang die an Nummer 17 gesetzte Kolumbianerin Fabiola Zuluaga 6:2, 7:6 (7:2) und trifft nun auf Wera Dutschewina aus Russland.
Erfolgreich waren zu Beginn des dritten Turniertages die Favoriten. Serena Williams (USA) fertigte Dally Randriantefy (Madagaskar) 6:3, 6:0 ab. Nur zum Anfang etwas Mühe hatte die an Nummer zwei gesetzte Amelie Mauremso (Frankreich) beim 2:6, 6:1, 6:0-Erfolg über Dinara Safina (Russland).
Auch US-Open-Siegerin Swetlana Kusnezowa erreichte die nächste Runde. Die Russin zeigte sich von den Dopinggerüchten der vergangenen Tage wenig beeindruckt und bezwang Marion Bartoli (Frankreich) 6:2, 6:0. Kusnezowa war bei einem Schauturnier in Charleroi im Dezember positiv auf die Stimulans Ephedrin getestet worden, muss aber keine Konsequenzen befürchten, da es sich nicht um einen offiziellen Wettkampf handelte.
Kusnezowa war schockiert. "Bis heute haben mich die belgischen Behörden nicht kontaktiert. Ich wurde in meiner Karriere noch nie positiv getestet", teilte sie mit und erklärte, wie die aufputschende Substanz in ihren Körper gelangt war: "Ich hatte zu der Zeit eine Erkältung und habe Medizin eingenommen."
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