Clijsters und Davenport ohne Probleme: US Open: Favoritinnen im Eiltempo
zuletzt aktualisiert: 28.08.2003 - 13:50New York (rpo). Die Favoritinnen spielen sich weiter im Eiltempo durch die US Open. Kim Clijsters (Belgien) schlug Laura Granville glatt in zwei Sätzen. Lindsay Davenport (USA) hatte wenig Mühe mit der Italienerin Elena Camerin.
Weltranglistenvierte Lindsay Davenport (USA) ist nur wenige Tage nach ihrer verletzungsbedingten Aufgabe im Finale von New Haven gegen Jennifer Capriati offenbar auf dem Weg der Besserung. Die US-Open-Siegerin von 1998 bezwang in der zweiten Runde Maria Elena Camerin aus Italien mit 6:2, 6:4. Dagegen unterlag die 31-jährige Spanierin Conchita Martinez der neun Jahre jüngeren Australierin Alicia Molik mit 5:7, 4:6.
Die Weltranglistenerste Kim Clijsters bleibt im Kampf um ihren ersten Grand-Slam-Sieg im Soll. Die Belgierin erteilte Laura Granville (USA) beim 6:1, 6:1 eine kostenlose Trainerstunde. "Natürlich ist meine Motivation groß, nach meinem Sprung an die Spitze der Weltrangliste auch endlich ein großes Turnier zu gewinnen. Aber ich bleibe gelassen, man kann nichts erzwingen", betonte Clijsters.
Federer gab sich keine Blöße
Wimbledonsieger Roger Federer hat sich in seinem Auftaktspiel der US Open in New York keine Blöße gegeben und darf weiterhin von seinem zweiten Grand-Slam-Titel binnen einer Saison träumen. Der an Nummer zwei gesetzte Schweizer profitierte in der ersten Runde allerdings von der Aufgabe des Argentiniers Jose Acasuso, der wegen einer Rückenverletzung beim Stande von 5:7, 6:3, 6:3, 2:0 aus Federers Sicht passen musste.
"Ich fühle mich körperlich fit und habe die letzten elf Tage in New York zu intensivem Training genutzt", erklärte der 22-jährige Federer, der in der zweiten Runde auf den ungesetzten Jean-Rene Lisnard (Frankreich) trifft. Zuletzt hatte Pete Sampras (USA) 1995 Wimbledon und die US Open innerhalb eines Jahres gewonnen. Daran will Federer aber noch nicht denken, vielmehr genießt der Mann mit dem Pferdeschwanz die Sonnenseiten seines Aufstiegs. "Es ist schon schön, auf der Straße erkannt zu werden", betont der Schweizer, relativiert aber gleichzeitig: "Meine Meinung hat mittlerweile großes Gewicht bekommen. Das ist nicht immer einfach, ich muss jetzt zweimal nachdenken, bevor ich was sage."
Ein schönes Geschenk zum 27. Geburtstag machte sich der Spanier Carlos Moya. An seinem Ehrentag besiegte der French-Open-Sieger von 1998 den Australier Scott Draper mit 4:6, 6: 4, 7:5, 7:6 (8:6). Vor fünf Jahren stand Moya bei den US Open schon einmal im Halbfinale.
In der zweiten Runde steht auch US-Frauenschwarm James Blake. Der 23-Jährige mit den Rastalocken fertigte vor 16.000 Zuschauern im Arthur-Ashe-Stadium den an Nummer 27 gesetzten Argentinier Mariano Zabaleta mit 7:6 (7:4), 6:3, 6:2 ab. Blake trägt mit der Hartplatzbilanz von 26:12 Siegen neben Andy Roddick und Mardy Fish die Hoffnungen der Gastgeber beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres.
Deutsche erst Freitag im Einsatz
Die drei verbliebenen deutschen Profis kommen erst am Freitag zum Einsatz. In der zweiten Runde trifft Melbourne-Finalist Rainer Schüttler (Korbach) auf den im Verlauf der US-Tour wiedererstarkten Nicolas Kiefer (Hannover). Lars Burgsmüller (Sundern) bekommt es mit dem Niederländer Sjeng Schalken zu tun, gegen den er die letzten drei der insgesamt fünf Duelle klar verloren hat.
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