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Neben Haas nur noch Kiefer im Tunier: US Open: Freie Fahrt für Tommy Haas

zuletzt aktualisiert: 04.09.2004 - 10:41

New York (rpo). Er ist ein Nobody und er will Tommy Haas den US Open-Durchmarsch verderben: Der Brasilianer Ricardo Mello. Am Sonntag stehen sich die beiden im Kampf um den Achtelfinal-Einzug gegenüber. Besonderen Respekt vor Mello habe er nicht, sagt Haas.

Wenn Deutschlands Daviscup-Star am Sonntag um den Einzug ins Achtelfinale kämpft, steht ihm dort mit dem völlig unbekannten Ricardo Mello eine vermeintlich angenehme Aufgabe ins Haus. Haas ist neben Nicolas Kiefer, der am Samstag auf Thomas Johansson (Schweden) trifft, der einzig verbliebene von ursprünglich elf gestarteten Deutschen. Philipp Kohlschreiber (Bayreuth) hatte sich am Freitag nach einem dreieinhalbstündigen Fünfsatzkrimi gegen Feliciano Lopez (Spanien) aus Flushing Meadows verabschiedet.

Der Weg ist geebnet, Tommy Haas muss nur noch seine sportliche Pflicht erfüllen. Nachdem die Formkurve des Hamburgers beim 6:4, 6: 4,1:6, 6:1 gegen seinen früheren Angstgegner Sebastien Grosjean (Frankreich) weiter steil nach oben zeigte, zählte sich sogar Haas selbst zu den Mitfavoriten. "Ich schaue hier nur von Runde zu Runde. Aber in der jetzigen Form bin ich für jeden Gegner schwer zu schlagen." Dabei hätte Haas beruhigt einen Blick auf das US Open-Tableau werfen können.

Frühestens im Viertefinale auf einen gesetzten Gegener treffen

Nachdem der an Nummer acht gesetzte Argentinier David Nalbandian überraschend Mikhail Youzhny (Russland) in fünf Sätzen unterlag, könnte Haas frühestens im Viertelfinale auf einen gesetzten Spieler - nach Lage der Dinge den ehemaligen Weltranglistenersten Lleyton Hewitt - treffen. Zumindest sein nächster Gegner flößte "Hasi" keinen sonderlichen Respekt ein. Auf die Frage, was er über Mello wüßte, kam die Antwort wie aus der Pistole geschossen: "Absolut nichts. Ich hoffe, mein Coach hat ihn ausspioniert."

Nicht ein einziger Sieg bei einem Grand Slam-Tunrier stand für Haas-Gegner Mello bis zu den US Open in den Statistiken, umso uberraschender kam sein Siegeszug der ersten Turnierwoche. Erst ein Viersatzsieg gegen den Weltranglisten-Siebzehnten Juan Ignacio Chela (Argentinien), anschließend gab der Qualifikant in drei Sätzen gegen den Spanier David Sanchez nur sieben Spiele ab. "Ich spiele glückliches Tennis", lautete die nur auf den ersten Blick erstaunliche Begründung des 113. der Weltrangliste. "Vor ein paar Tagen gewann ich ein Satelliten-Turnier in Brasilien. Jetzt dieser Erfolg in New York - ich schwebe auf Wolke Sieben."

Dort hätte er sich um ein Haar mit Philipp Kohlschreiber treffen können, der durch seine Niederlage einen Showdown mit Hewitt verpasste. Vor den Augen von DTB-Teamchef Patrick Kühnen bot der Youngster vor allem kämpferisch eine tadellose Leistung, stand nach dem 5:7, 5:7, 7:6(7:5), 6:1, 2:6 gegen Lopez aber am Ende mit leeren Händen da. "Dieses Match hat mir auch ohne Happyend eine Menge neuer Erfahrungen gebracht. Ich fahre hoch erhobenen Hauptes nach Hause", lautete Kohlschreibers Turnierfazit. Das Taxi zum Flughafen konnte er sich mit Vorjahresfinalist Juan Carlos Ferrero (Spanien) teilen, der Stefan Koubek (Österreich) in fünf Sätzen unterlag.

Mini-Rock gegen heißes Höschen

Bei den Damen lieferten sich die an Nummer drei gesetzte Serena Williams und die Französin Tatiana Golovin am Freitag Abend das mit Spannung erwartete Match "kürzester Mini-Rock" gegen "heissestes Höschen". Allerdings fiel die Modenschau der zweimaligen US Open-Gewinnerin Williams aufgrund der kühlen Abendtemperaturen etwas gemäßigter aus als an den Vortagen.

Der sportlichen Leistung der im schwarzen Einteiler angetretenen Amerikanerin tat dies keinen Abbruch. Williams siegte in einem hochklassigen Spiel mit 7:5, 6:4 und schraubte ihre US Open-Statistik auf 29 Siege und drei Niederlagen. Als nächstes wartet im Achtelfinale die Schweizerin Patty Schnyder, gegen die Williams in sieben Aufeinandertreffen sechs Mal die Oberhand behielt.

Quelle: sid

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