Mayer verpasst Sensation gegen Agassi: US Open: Haas besiegt "Angstgegner"
zuletzt aktualisiert: 03.09.2004 - 19:53New York (rpo). Er ist ein "Angstgegner" des Tennisspielers Tommy Haas: Sebastian Grosjean. Doch bei den US-Open konnte er dem deutschen Daviscup-Spieler bei seinem Weg in die dritte Runde nicht stoppen. Haas gewann das Spiel in vier Sätzen.
In einer unterhaltsamen Begegnung setzte sich der deutsche Daviscup-Spieler am Freitag mit 6:4, 6:4, 1:6, 6:1 gegen den Franzosen durch und steht damit in Flushing Meadows nach der verletzungsbedingten Zwangspause des vergangenen Jahres zum fünften Mal in seiner Karriere in der Runde der letzten 32. Dort trifft Haas voraussichtlich am Sonntag auf den Sieger der Begegnung zwischen Ricardo Mello (Brasilien) gegen David Sanchez (Spanien).
Es war nur am Anfang das erwartet enge Match zweier Spieler, die sich bei ihren bisherigen sechs Aufeinandertreffen nichts geschenkt hatten. Dabei erwischte Grosjean den besseren Start und hatte beim Stand von 4:2 bereits den Gewinn des ersten Satzes vor Augen. Dann gelang Haas im siebten Spiel das Break zum 4:3 und damit auch die Wende. Nach einem erneuten Break zum 5:4 machte Haas schließlich nach 43 Minuten den Gewinn des ersten Satzes perfekt.
Der an Nummer zwölf gesetzte und in der Weltrangliste 32 Plätze höher notierte Grosjean zeigte sich angeschlagen. Der Viertelfinalist von Athen gab im zweiten Durchgang gleich sein erstes Auftaktspiel ab und konnte anschließend im nächsten Spiel einen Breakball nicht nutzen. Zudem präsentierte sich der sehr konzentriert wirkende Haas gegenüber seinem zähen Auftaktsieg gegen Davide Anguiletti (Italien) deutlich verbessert. Selbst von der Grundlinie plazierte er gefühlvolle Stops hinters Netz, dazu ließ ihn sein Aufschlag an diesem Tag nicht im Stich.
Mit drei Assen zog Haas den Kopf aus der Schlinge
Mit drei Assen zog Haas beim Stand von 3:2 und 0:40 zunächst den Kopf aus der Schlinge. Als Grosjean doch noch das Rebreak gelang, stand Haas wenige Minuten das Glück zur Seite. Mit einem Doppelfehler schenkte Grosjean ihm das 5:4 und den zweiten Satz her.
Wie bei seinem Erstrunden-Match war Haas auch diesmal nicht ohne Schwankungen und schenkte den dritten Durchgang mit 1:6 her. Im vierten Satz fing sich der Hamburger aber wieder und verwandelte nach 2:39 Stunden den Matchball zum 6:4, 6:4, 1:6, 6:1.
Einen Tag zuvor war die bisher größte Überraschung des Turniers ausgeblieben. Der erst 20-jährige Florian Mayer hatte gegen den großen Andre Agassi am Thron seines Idols gesägt, doch nach einer teilweise grandiosen Vorstellung verhinderte eine Zerrung im linken Oberschenkel des Bayreuthers die Sensation. Mayer blieb nach seiner 5:7, 6:2, 2:6, 0:1-Aufgabenniederlage nur ein Trostpflaster von 25.000 Dollar und der wehmütige Blick zurück: "Es ist schade, dass es so enden musste. Ich kann trotzdem stolz nach Hause fahren."
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