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Usain Bolt Diamond Meeting Monaco Panorama 2011
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Diamond League in Stockholm: Usain Bolt läuft WM-Form hinterher

zuletzt aktualisiert: 30.07.2011 - 00:12

Köln/Stockholm (RPO). Usain Bolt ist vier Wochen vor der Leichtathletik-WM noch immer nicht in Hochform. In 20,03 Sekunden verfehlte Jamaikas Weltstar beim 11. Diamond League-Meeting in Stockholm seine ohnehin nicht hochkarätige 200-m-Jahres-Weltbestzeit (19,86).

9,91 Sekunden auf 100 Meter reichten Usain Bolt zum Sieg.  Foto: AP, AP
9,91 Sekunden auf 100 Meter reichten Usain Bolt zum Sieg. Foto: AP, AP

Damit unterstrich er die Aussage von letzter Woche in Monte Carlo: "Ich bin nicht auf dem gleichen Level wie 2009, kann dieses Jahr keine Glanzzeiten laufen. An den Weltrekord denke ich erst wieder vor Olympia 2012 in London.

Für Jahres-Weltbestmarken sorgten einen Monat vor dem Saisonhöhepunkt in Daegu/Südkorea (27. August bis 4. September) Norwegens Speerwurf-Olympiasieger Andreas Thorkildsen mit 88,43 m, Australiens neue Weitsprung-Hoffnung Mitchell Watt mit 8,54 m bei 1,70 m Rückenwind und die Kenianerin Vivian Cheruiyot in 14:20,87 Minuten über 5000 m. Thorkildsen verwies wie bei der EM 2010 in Barcelona den Saarbrücker Matthias de Zordo (84,37) auf Rang zwei.

Die deutsche Siegesserie riss nach zwölf ersten Plätzen in zuvor zehn Meetings der Leichtathletik-Königsklasse in der schwedischen Hauptstadt. Dies war vor allem Folge der Absage von Diskus-Weltmeister Robert Harting (Berlin), er nach 15 Siegen in Serie seit dem 8. August 2010 wegen einer Knieverletzung fehlte. Am Ende unterlag auch Silke Spiegelburg (Leverkusen/4,70 m) Russlands Weltrekordlerin Jelena Issinbajewa, die mit 4,76 m glücklich war über ihr endlich gelungenes Comeback.

Etliche deutsche Asse lieferten eher enttäuschende Vorstellungen. Im Hochsprung kam der WM-Dritte Raul Spank (Dresden) mit 2,22 m wie die Jenaer Dreisprung-Rekordlerin Katja Demut mit schwachen 13,85 m nicht über Platz acht hinaus. Im Stabhochsprung schaffte die deutsche Rekordlerin und Weltranglisten-Erste Martina Strutz aus dem mecklenburgischen Hagenow nur 4,51m und Platz sechs.

Auch Caster Semenya ist vier Wochen vor der WM außer Tritt. Die 21 Jahre alte Südafrikanerin, um deren Startberechtigung in der Frauenklasse es nach ihrem WM-Gold 2009 in Berlin weltweite Diskussionen gegeben hatte, trudelte nur als Achte in 2:01,28 ins 800-m-Ziel. 400-m-Weltmeister Lashawn Merritt (USA/44,74) unterlag beim Comeback nach 21 Monaten Dopingsperre Jamaikas 400-m-Hoffnung Jermaine Gonzales ((44,69). Merritt kann bei der WM offenbar wieder ein Wort um den Sieg mitreden, nachdem ihm 2009 das zur Potenzsteigerung eingenommene Mittel DHEA zum Verhängnis geworden war.

Der Wind hatte schon zum Auftakt eine Jahresweltbestleistung im Dreisprung verhindert. Bei den 15,06 m der Ukrainerin Olga Saladuchna lag die Unterstützung mit 2,3 m pro Sekunde leicht über dem erlaubten Limit von 2,0.

In Abwesenheit von Weltmeister Harting reichten im Diskusring Litauens zweimaligem Olympiasieger Virgilijus Alekna 65,05 m zum Sieg über Polens Europameister Piotr Malachowski (64,96). Nur Achter wurde der Mageburger Martin Wierig mit 61,92 m.

Bereits am Vortag waren die Kugelstoß-Wettbewerbe ausgetragen worden. Beim Sieg von Neuseelands Weltmeisterin Valerie Adams (20, 57) hatte Christina Schwanitz aus dem sächsischen Thum mit ihrer Saisonbestleistung von 19,14 m als Fünfte erneut die Magdeburger WM-Zweite Nadine Kleinert (18,98/7.) hinter sich gelassen. Das hochkarätige Männer-Duell gewann Ex-Weltmeister Christian Cantwell (USA) mit 21,70 m gegen Polens Olympiasieger Tomasz Majewski (21, 60).

Fast zeitgleich unterstrich der dreifache Europameister Christophe Lemaitre mit einem neuen 100-m-Landeskord von 9,92 Sekunden seine Vormachtstellung als bester weißer Sprinter der Welt. Im südfranzösischen Albi steigerte sich der 21-Jährige bei optimalem Rückenwind von 2,0 m erneut um 0,03 Sekunden. Dennoch ist Lemaitre in diesem Jahr nur Nummer neun der in 9,78 Sekunden von Jamaikas Ex-Weltrekordler Asafa Powell angeführten Weltrangliste.

Quelle: SID/rüb

 
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