Capriati im Achtelfinale: Weingärtner an Dokic gescheitert
zuletzt aktualisiert: 07.05.2003 - 16:02Berlin (rpo). Marlene Weingärtner hat das Achtelfinale der German Open im Damentennis verpasst. Die 79. der Weltrangliste verlor am Mittwoch in Berlin erwartungsgemäß 6:7 (5:7), 4:6 gegen Jelena Dokic aus Serbien und Montenegro.
Mit schwachem Nervenkostüm und hoher Fehlerquote hat Marlene Weingärtner den möglichen Überraschungserfolg aus der Hand gegeben und damit das Achtelfinale der 96. German Open der Tennisdamen in Berlin verpasst. Die 23-Jährige aus Moers, die am Vortag die zweimalige Berlin-Siegerin Conchita Martinez (Spanien) ausgeschaltet hatte, unterlag in einer zähen Partie der an Position acht gesetzten Jelena Dokic (Serbien und Montenegro) 6:7 (5:7), 4: 6.
Die deutsche Meisterin Anca Barna (Moers), die später gegen die Israelin Anna Pistolesi antrat, war damit die letzte im Hauptfeld verbliebene deutsche Spielerin. Weingärtner zeigte phasenweise ihr vorhandenes Potenzial, verdarb sich aber die harte Arbeit mit vielen Doppelfehlern. Im ersten Durchgang konnte sie vier Satzbälle zunächst abwehren, doch die Nerven spielten im Tiebreak nicht mit. Stattdessen nutzte die 20-Jährige aus Belgrad ihre Chancen und siegte trotz einer ebenfalls hohen eigenen Fehlerquote. Damit setzte sich das frühe Scheitern der deutschen Spielerinnen, von denen Miriam Schnitzer 2001 als letzte in Berlin das Viertelfinale erreicht hatte, nahtlos fort.
Ebenfalls auf dem Center Court war zuvor Mitfavoritin Jennifer Capriati (USA) ins Achtelfinale eingezogen. Die an Position vier gesetzte 27-Jährige setzte sich nach einem Freilos in Runde eins mit 6:4, 6:4 in 89 Minuten gegen die Italienerin Francesca Schiavone durch und wurde bei optimalen äußeren Bedingungen bereits ernsthaft gefordert. "Es war ein gutes erstes Match. Ich war geduldig und in den richtigen Momenten aggressiv", kommentierte Capriati. In der Runde der letzten 16 trifft sie auf die Französin Nathalie Dechy, die 6:4, 6:2 gegen die Slowenin Maja Matevzic gewann.
Für Capriati, die traditionell in Berlin ihre europäische Sandplatz-Saison beginnt, ist es bereits der achte Start beim Traditionsturnier auf der Anlage des LTTC Rot-Weiß Berlin. Das erste Mal schlug "Jenny" bereits 1991 an der Hundekehle auf und unterlag damals im Semifinale der Spanierin Arantxa Sanchez. Ihr bestes Resultat war 2001 das Erreichen des Finales, in dem sie sich der Französin Amelie Mauresmo geschlagen geben musste. Doch echte Priorität hat ein Titel bei den German Open nicht. "Ich gebe immer mein Bestes. Aber eigentlich dient es der Vorbereitung auf Sand. Die Grand Slam Titel sind wirklich wichtig", sagte Capriati.
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